Neubürgerradltour: Tour Süd

Von der Stadt München gibt es regelmäßig Radtouren speziell für Neubürger. Ich finde, wir sollten diese Touren durch unsere Anwesenheit bereichern!

Samstag, 24. Mai 2014 | 10:00 | Sendlinger Tor

Diese abwechslungsreiche Tour führt auf 16 Kilometern vom Sendlinger Tor bis nach Fürstenried am Stadtrand von München. Mit der Ausnahme einer längeren Steigung ist der Streckenverlauf eben. Zunächst passieren wir den Jakobsplatz mit Stadtmuseum und Jüdischem Zentrum, durchqueren das quirlige Gärtnerplatzviertel und wenden uns an der Isar nach Süden. Entlang der Isarauen passieren wir die Freizeitzone des Flauchers und gelangen über den Marienklausensteg wieder auf die andere Isarseite. Dort geht es von Thalkirchen aus kurz stramm bergan, damit wir das anschließende im Wandel begriffene Viertel Obersendling erreichen. Im weiteren Verlauf durchqueren wir den Südpark und gelangen schließlich an unser Ziel Fürstenried.

 

Und hier gibt’s den Link dazu.

Ein Filetstück der Münchner Radwegskunst

20140130-b11Heute habe ich ein richtiges Schmankerl für euch. Es handelt sich um eine Kreuzung, die man beinahe mit moderner Kunst verwechseln könnte. Die beiden haben etwa gemeinsam, dass sie für den normalen Bürger kaum noch zugänglich sind. In der modernen Kunst, muss man die Entstehungsgeschichte und den Kontext eines Werkes kennen, um den Sinn und Grundgedanken der künstlerischen Schöpfung zu verstehen.20140130-b11-2

Jetzt bin ich aber nur ein einfacher Radfahrer und mir fehlt wohl der intellektuelle Zugang zu dieser Radwegsführung. Der Blickwinkel der Künstler aus dem Planungsreferat ist für mich nicht fassbar, und so stehe ich regelmäßig an dieser Kreuzung und frage mich, was sich diese Menschen dabei nur gedacht haben könnten. Es handelt sich hier um die Kreuzung der Boschetsrieder Straße mit der B11 (Foto mitte)  und dem Greinerberg (Foto oben). Der Greinerberg ist eine Einbahnstraße und für den KFZ-Verkehr nur bergab zu befahren. Am rechten Straßenrand ist ein Radstreifen markiert. Noch ein Stück weiter rechts, auf dem Gehsteig, ist ein weiterer Radweg für alle Radfahrer, die den Berg hochfahren wollen. So weit so gut. Die Einbahnstraße konnte man dort nicht für die Radfahrer öffnen, also hat man nach einer Alternative gesucht und kurzerhand einen zusätzlichen Radweg angelegt. Oben angekommen verursacht das allerdings das ein oder andere Problem. Aber die München wäre nicht München, wenn es dafür nicht eine gute Lösung hätte. Das mittlere Foto bildet den Kernpunkt der Streckenführung ab.

20140130-b11-3Ich hab mal versucht, eine Replik des Bebauungsplans anzufertigen. Trotz einiger Fotos zur Orientierung hab ich etwas 15 DIN-A4 Blätter verschmiert, bis ich die Verkehrsführung zu Papier bringen konnte. In Grau sind die Straßen eingezeichnet, die benutzungspflichtigen Radwege in Blau. Ich bin ganz zufrieden damit.

 

Als besonderes Highlight der Radwegskunst möchte ich die Bettelampel hervorheben (siehe Foto mitte). Die ist zu allem Übel nämlich noch so angebracht, dass sie vom Radweg aus nicht erreichbar ist.  Eine deutlich übersichtlichere Streckenführung könnte man übrigens erreichen, indem man den Greinerber zur Fahrradstraße macht und für Autos sperrt. Aber hey, das könnte ja jeder.

 

Der Radweg an der Rosenheimer Straße

Der Stadtrat hat entschieden. Die Rosenheimer Straße bekommt vorerst keinen Radweg und die Anwohner sind verärgert. Während man sich überall in der Stadt gegen benutzungspflichtige Radwege empört, kämpfen die Haidhausener um Einen. Und beides hat seine Berechtigung, denn eine Verwaltungsvorschrift zur StVO sagt:

Benutzungspflichtige Radwege dürfen nur angeordnet werden, wenn ausreichende Flächen für den Fußgängerverkehr zur Verfügung stehen. Sie dürfen nur dort angeordnet werden, wo es die Verkehrssicherheit oder der Verkehrsablauf erfordern. Innerorts kann dies insbesondere für Vorfahrtstraßen mit starkem Kraftfahrzeugverkehr gelten.

An der Rosenheimer Straße wäre ein benutzungspflichtiger Radweg tatsächlich angebracht. Nur hat er, nach ansicht der CSU und SPD dort keinen Platz. Statt dessen will man nochmal alternative Routen prüfen und wissen, ob man die Parkplätze wirklich braucht. Dabei wurde von einem Gutachter versichert, dass es den Verkehr nicht merklich behindern würde. Am Beispiel der Kapuzinerstraße, sieht man ja auch, dass es geht. In einer anderen großen autofahrerfreundlichen und radfahrerfeindlichen Stadt – Hamburg – hat man es gewagt, eine viel befahrene Straße von vier auf zwei Spuren zu verkleinern. Und die Hamburger sind zufrieden. Viele Leute haben sogar das Gefühl, der Verkehr würde jetzt irgendwie flüssiger rollen.

Dabei geht es hier bestimmt nicht nur um mehr Sicherheit auf der Straße, sondern auch um mehr Lebensqualität. Weniger Hupen, weniger Autos, weniger Verkehr und bessere Luft sind Dinge, die sich Anwohner wünschen. Ich persönlich finde es unsäglich, was sich der Stadtrat hier erlaubt. Es existiert ein gutes Konzept für die Rosenheimer Straße. Eine Umgestaltung ist für die Sicherheit, nicht nur der Radfahrer, nötig. Und unsere Politiker vertagen eine Entscheidung auf die ferne Zukunft, bzw. haben sich bereits deutlich gegen die Wünsche der Münchner entschieden. Meiner Meinung nach, gibt es jetzt eine Hand voll Alternativen wie es weiter geht.

  1. Wir sitzen es aus. Es wird so lange nichts gemacht, bis sich die Aufregung gelegt hat und es geht weiter wie bisher. Das ist die dumme Variante.
  2. Man bekennt Farbe. Die Rosenheimer Straße, so wie sie momentan gestaltet ist,  ist für den Radverkehr ungeeignet. Deshalb kann man sie auch für Radfahrer sperren und durch Polizeikontrollen sicherstellen, dass das auch einghalten wird. Das wäre die einfachste Variante.
  3. Oder aber, man nimmt ein paar Liter Farbe in die Hand und malt einen Radweg. Das geht über nacht. Wenn sich zeigt, dass es nichts taugt, dann entfernt man die Markierung (auch über nacht) wieder und kann sich noch zwischen 1) und2) entscheiden. Das ist die mutige Variante.

Ich persönlich bevorzuge Variante 4. Die Rosenheimer Straße muss entsprechend dem Vorschlag (Seite 7, Variante b) umgestaltet werden. Ich habe deswegen mal einen Petition vorbereitet. Wer das gut findet, kann sich die Vorlage ausdrucken und sich bei mir melden, wenn sich ein paar Unterzeichner gefunden haben. Mal schauen, ob sich was tut.

PetitionRosenheimerStr

Edit: Es gibt jetzt eine Online-Petition. In Zeiten des Internets natürlich viel bequemer.

https://www.openpetition.de/petition/online/jetzt-radfahrstreifen-in-der-rosenheimer-strasse-sicheres-radeln-braucht-platz

 

Das Ghostbike an der Lindwurmstraße

Ghostbike an der Kreuzung Lindwurmstraße-Poccistraße

Ghostbike an der Kreuzung Lindwurmstraße-Poccistraße

Kennt ihr die  Stelle, wenn man die Lindwurmstraße in Richtung Süden fährt und an der Ampel beim KVR über die Poccistraße überqueren muss? Das ist eine äußerst gefährliche Stelle weil der Radweg erst kurz vor der Kreuzung hinter den Bäumen und Parkplätzen auftaucht und vom der Rechtsabbiegerspur für Autos wirklich nur schwer einzusehen ist. Wer im Sommer an einem der Tische der (ausgezeichneten) Dönerbude sitzt, kann bei fast jeder Ampelschaltung einen Beinaheunfall beobachten. Als ich gestern an der Stelle vorbei kam, stand dort ein weiß angestrichenes Fahrrad und hab das schlimmste befürchtet.

Aber nein! Glück gehabt. Das ist gar kein normales Geisterfahrrad, sondern eines von diesen unsäglichen Werbefahrrädern die in München seit einiger Zeit an jede noch so unpassende Stelle angekettet werden. Das hier geht meiner Meinung nach aber wirklich zu weit.

Weihnachtscriticalmass im Dezember

20131216-wcmAm 20. Dezember ist es soweit. Die letzte Critical Mass für dieses Jahr steht vor der Türe. Um 20.00 Uhr ist Treffpunkt am Fuße der Bavaria. Wer will kann da dann Weihnachtslieder singen, Glühwein und Plätzchen verteilen oder ein Gedicht vortragen. Wenn dann alle da sind machen wir einen Ausflug mit dem Fahrrad.

Vermutlich wird es recht kalt. Daher sind dicke Socken, lange Unterhosen und warme Handschuhe keine schlechte Idee. Die Dame links im Bild trägt übrigens nur Sandalen. Hoffentlich holt sie sich keinen Schnupfen.

Ach ja, und wer (verbindlich) zusagen will, kann das wie immer auf Facebook tun. Wer keine Zeit hat, sollte zumindest alle seine Freunde darauf aufmerksam machen.

 

Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr

einbahnIch weiß gar nicht, warum ich das zur Zeit so gerne mache, aber ich hab mal wieder beim KVR angefragt. Dieses mal wollte ich wissen, wie das mit den Einbahnstraßen ist, die in München und in anderen Städten nach und nach für den Radverkehr geöffnet werden.

 

Sehr geehrter Herr Moritz,

die Rechtsgrundlage für die Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr ist § 41 Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Ergänzend wurden von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) herausgegeben. Hierin ist grundsätzlich festgehalten, dass in Einbahnstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h der Radverkehr in beiden Richtungen auf der Fahrbahn zugelassen werden kann, wenn Fahrgassen von mindestens 3 m Breite und ausreichende Ausweichmöglichkeiten für eine sichere Begegnung von Kraftfahrzeugverkehr und Radverkehr vorhanden sind. Demnach kann die Öffnung einer Einbahnstraße für den gegenläufigen Radverkehr im Einzelfall auch dann erfolgen, wenn eine Begegnungswahrscheinlichkeit aufgrund der Verkehrsstärken oder der Länge der Einbahnstraße nur sehr gering ist.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Schmidt

Vielen Dank, Frau Schmidt, für ihre Antwort. Damit habe ich wieder etwas dazu gelernt. Und wenn es auch nur ist, dass der gesunde Menschenverstand hin und wieder doch niedergeschrieben wird und in Verwaltungsrichtlinien Einzug findet.

Neulich, vor der Bäckerei

 

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Der Blick nach links…

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… und nach rechts.

Neulich, ich wollte mir einen Kaffee holen – vieleicht auch eine Quarktasche. So genau kann ich das nicht mehr sagen. Was ich allerdings noch recht gut weiß, nicht zuletzt weil ich es fotodokumentarisch festhalten konnte, war das Bild, welches sich mir auf dem Gehweg vor der Bäckerei bot. Natürlich ärgerte ich mich darüber -schließlich bin in ein bekennender Pedant – und dachte mir, da müss man doch etwas dagegen tun. Mein nächster Gedanke war, nein, nicht man müsste etwas dagegen tun, sondern die Polizei. Jetzt standen die beiden Falschparker, vieleicht sogar drei(?), aber ich meine die Transporter, nicht lange auf dem Gehsteig. Links, der hat die andere Bäckerei beliefert, rechts… Naja, die Leute waren im Laden und haben gefrühstückt. Klar ist, wenn die Polizei gegen solche Kurzzeitparkvertöße etwas machen soll, dann müsste sie die Geh- und Radwege rund um Uhr überwachen und das kann niemand wollen. Aber weil in meinem Viertel zur Zeit immer mehr Autofahrer vogelwild und völlig Hirnlos parken, hab ich bei der zuständigen Polizeidienststelle angefragt wie viele Mitarbeiter denn für die Überwachung des ruhenden Verkehrs, also Politessen und Politeure, im Dienstbereich zuständig sind. Ich wollt halt einfach wissen, wie es im 19. Stadtbezirk so aussieht… Ich habe von der Polizei auch eine Antwort bekommen, und vorweg, ja… Ihr habt mein Anliegen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantworten können. Vielen Dank für die Mühe, die ihr euch bei der Kommunikation mit dem Bürger macht. Das ist sehr Vorbildlich – Nicht!

Bitte verstehen Sie, dass wir weder zu rein organisatorischen noch zu strategischen Fragen hinsichtlich Einsatzstärken Auskunft erteilen.
Sollten Sie ein konkretes Anliegen im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr haben, bitten wir Sie dies mitzuteilen um entsprechend reagieren zu können.
Wir hoffen Ihre Anfrage hiermit zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleiben

Quo vadis, Radlweg?

Am 24.10.2013 habe ich (Zusammen mit Irene) eine Podiumsdiskussion bei den Pedalhelden in München besucht. Herr Wigand v. Sassen, der Projektleiter der Kampagne Radlhauptstadt München, hielt dort einen Vortrag über die Zukunft des Fahrradfahrens in München. Dabei ist mir heute ein interessantes Detail in meinen Notitzen aufgefallen, dem ich vorher wenig Beachtung geschenkt habe.

Herr v. Sassen erklärte uns, dass an vielen Stellen die Benutzungspflicht für Radwege aufgehoben wird bzw. wurde. Einige dieser (ehemaligen) Radwege waren nur durch eine farblich Markierung bzw. einem weißen Streifen vom Gehweg abgetrennt. Diese Farbmarkierungen werden nicht mehr erneuert nachdem die Benutzungspflicht wegfällt und der Radweg wird wieder Fußweg. Jetzt ist es aber so, dass wir Radfahrer durchaus auf Radwegen fahren dürfen solange dieser vom Gehweg abgetrennt ist. Ich frage mich jetzt was passiert, wenn die Farbe langsam verblasst. Ab wann darf man den Weg dann nicht mehr benutzten? Schließlich wird ein Bußgeld von 15-25€ fällig wenn man mit dem Fahrrad den Gehweg benutzt. Ich hoffe, dass die Polizei hier mit Bedacht vorgeht.

Das Radl zum Schluss

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Aus Sicht der Radfahrer…

 

20131103-strasse

… und aus Sicht der Autofahrer

Welchen Stellenwert das Radl in München – die Stadt nennt sich immerhin Radlhauptstadt – tatsächlich hat, sieht man meiner Meinung nach an kaum einer Stelle besser als in Thalkirchen. Etwa in Höhe der Kletterhalle gibt es einen (benutzungspflichtigen) Radlweg entlang der Thalkirchner Straße. An der Kreuzung zur Axel-von-Ambesser-Straße (eine Sackgasse mit Zufahrt zu 9 Häusern) muss man als Radfahrer bremsen und dem Querverkehr die Vorfahrt gewähren während gleichzeitig die parallel dazu verlaufende Thalkirchner Straße eine Vorfahrtsstraße ist. Jetzt ist es aber so, dass direkt an der Kreuzung ein Trafohäuschen steht und die Sicht behindert, so dass der Radverkehr erst auf den letzten Metern auf die Straße sieht und umgekehrt. Die wenigen Anwohner wissen um die Problematik und in der Praxis sieht es so aus, dass sich Radlfahrer und Autofahrer vorsichtig an die Kreuzung herantasten und wenn keiner kommt (und das ist dort meistens der Fall) losfahren. Manchmal aber kommt es vor, dass sich die Wege kreuzen und was dann passiert ist sinnbildlich für die ganze Stadt. Der Radlfahrer muss stehen bleiben und für den Autofahrer geht es weiter – und zwar etwa 20 Meter bis zur Thalkirchner Straße. Dort muss er dann warten. Wenn man den Verkehr also mal der Priorität nach ordnet – den unwichtigsten Teilnehmer zuerst dann sieht die Liste in etwa so aus:

  • Fahrrad
  • Auto
  • viele Autos

Wenn wir die ersten beiden Punkte der Liste austauschen könnten, dann wäre schon viel gemacht. Ich denke die meisten Radfahrer sehen es durchaus ein, dass es in der Stadt auch immer Straßen geben wird, auf denen der motorisierte Verkehr schon in der Planung Vorrang hat und vielleicht auch haben muss. An allen anderen Stellen wünsche ich mir, dass der Radverkehr das Sagen hat. München sollte 47% Fahrradstraßen haben, nicht 47.

Fahrradunfälle im Oktober 2013

Quelle: Ausschließlich die Presseberichte der bayrischen Polizei. Das heißt natürlich, dass hier nur Unfälle aufgelistet sind bei denen die Polizei vor Ort war und es auch in ihren Berichten veröffentlicht. Es ist also davon auszugehen, dass die Liste nicht vollständig ist.

Am 1.10.2013 wurde eine 18-jährige von einem LKW erfasst und schwer verletzt. Dieser wollte nach rechts abbiegen und hat nicht geschaut ob jemand auf dem Radweg fährt.

Ebenfalls am 1.10.2013 gerieten eine 39-jährige und der Anhänger eines Kleintransporters aneinander. Ob der Fahrer den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat, oder ob sich die Frau an der Ampel nach vorne gedrängelt hat um neben dem Auto stehen zu bleiben geht aus der Pressemeldung nicht hervor. Vermutlich aber ersteres, sonst hätte sie den Anhänger wohl gesehen. Ist aber reine Spekulation

Am 8.10.2013 fuhr ein 80-jähriger auf dem Radweg in die falsche Richtung. Beim Überqueren einer Straße touchierte ihn ein Auto, er stürzte, erlitt einen Schädelbruch und erlag seinen Verletzungen sechs Tage später. Wenn man sich die Stelle auf Google Street View anschaut, kann man irgendwie schwer glauben, dass die Bäume die sicht auf den Radfahrer versperrt haben. Es ist wohl eher die Litfasssäule gewesen. Aber da kann sich jeder selbst ein Bild davon machen. Der Fahrer wollte nach rechts abbiegen und hat vermutlich nur auf den Verkehr geachtet, der von Links kommt. Ob er einen Fußgänger gesehen hätte?

Am 18.10.2013 wurde ein 81-jähriger von einem PKW erfasst. Dieser hatte ihm die Vorfahrt genommen. Anschließend flüchtete der Fahrer vom Unfallort.

Am 21.10.2013 wurde eine 23-jährige Radfahrerin von einem rechts abbiegendem LKW erfasst und sehr schwer Verletzt. Sie war auf dem Radweg und wollte die Straße gerade aus Überqueren. Die Kreuzung ist eigentlich sehr übersichtlich. So etwas darf einfach nicht passieren. Im Nachtrag zur Pressemeldung weißt die Polizei darauf hin, dass es wieder eine Verkehrserziehung durchführen und dabei Flyer mit „Tipps für Radfahrer“ austeilen wird. Nicht am Unfallort, sondern scheinabr an der Universität.

Am 22.10.2013 stieg ein LKW-Fahrer aus seinem Fahrzeug aus und brachte mit der Tür eine Rentnerin zu Fall. Eine Andere fuhr auf dem (freigegebenen) Gehsteig und stieß beim Überqueren einer Straße an das Heck eines LKWs weil sie den Abstand falsch einschätze. Auf der Straße hätte sie übrigens Vorfahrt gehabt.

Am 24.10.2013 fuhr ein 54-jähriger mit seinem PKW auf der Landsberger Straße in eine Tankstelle in Laim und achtete nicht auch den Radverkehr. Einer 72-jährigen erlitt deshalb einen Schädelbruch. Die Landsbergerstraße hat auf der ganzen Länge zwei Spuren in jede Richtung. Auch wenn es im Polizeibericht nicht ausdrücklich erwähnt ist, gehe ich davon aus, dass der Fahrer rechts abbog um in die Tankstelle zu fahren.

Am 28.10.2013 ist ein mir völlig unverständlicher Unfall geschehen. Ein Autofahrer ist auf gerader Strecke, es ging leicht bergauf, von hinten in einen radfahrenden Rentner gefahren. Dieser wurde auf die Motorhaube geschleudert und ist mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geknallt. Das ist in der Hackerstraße in Oberschleißheim passiert. Ein Ort, wo der Fahrer durch nichts was auf der Straße passiert abgelenkt sein kann. Er gab an, ihn hätte die untergehende Sonne geblendet (der Unfall  passierte um 15.35, Sonnenuntergang war an dem Tag gegen 17.00 Uhr).

Am 30.10.2013 verlor ein Rentner auf dem Fahrrad das Gleichgewicht und stürzte gegen einen anfahrenden Linienbus und verletzte sich dabei schwer. Der Busfahrer hat sofort stark gebremst, wodurch eine Businsassin stürzte und sich leicht verletzte. Der Radfahrer wollte den an einer Haltestelle stehenden Bus wohl überholen. Der Unfall passierte in der Blumenauer Straße auf höhe der Lampertstraße.

Und auch am 31.10.2013 gab es einen Unfall als ein LKW-Fahrer völlig hirnlos rechts abbog. Glücklicherweise ist diesmal nichts schlimmes passiert.