Gemeinsam radeln wir für eine sichere, faire und grüne Verkehrsführung in der Rosenheimer Straße.

Am Montag, den 06. Juli 2015, 18:30 Uhr. Startpunkt ist in der Friedenstraße. Von dort fahren wir über die Rosenheimer Straße bis zum Marienplatz.

Mit der Demo unterstreichen wir unsere Forderungen für eine gerechtere Aufteilung von Rad-, Fuß- und Kfz-Verkehr auf der Rosenheimer Straße.

Seit Jahrzehnten wird im Stadtrat und in Haidhausen über den Bau eines Radwegs in der Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße diskutiert. Die stark befahrene Straße ist für Radler extrem gefährlich, zwei Tote gab es hier schon – doch bisher fand sich im Stadtrat keine Mehrheit für eine sichere Lösung.

Das Planungsreferat hatte Anfang 2013 eine Variante vorgeschlagen, wonach zwischen den beiden Kreuzungen jeweils ein Fahrstreifen in jeder Richtung zugunsten eines Radweges wegfallen würde. Obwohl auch von Kreisverwaltungsreferat und Baureferat favorisiert, war dieser Vorschlag bisher jedoch nicht mehrheitsfähig.

Wir fordern, dass diese Variante umgesetzt wird. Denn sie bedeutet eine sichere Verkehrsführung für Rad- und Fußverkehr, Erhalt der Stellplätze und des Baumbestandes sowie Lärmschutz und bessere Luft.

11148715_10153304552528046_3724834515795929550_n
Die Demo wird von einem Bündnis organisiert, dem folgende Organisationen angehören: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) München, die urbanauten, Bund Naturschutz (BN) München, FUSS e.V., Green City, Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) München.

https://www.facebook.com/events/1069021916460174/

 

Ein Filetstück der Münchner Radwegskunst

20140130-b11Heute habe ich ein richtiges Schmankerl für euch. Es handelt sich um eine Kreuzung, die man beinahe mit moderner Kunst verwechseln könnte. Die beiden haben etwa gemeinsam, dass sie für den normalen Bürger kaum noch zugänglich sind. In der modernen Kunst, muss man die Entstehungsgeschichte und den Kontext eines Werkes kennen, um den Sinn und Grundgedanken der künstlerischen Schöpfung zu verstehen.20140130-b11-2

Jetzt bin ich aber nur ein einfacher Radfahrer und mir fehlt wohl der intellektuelle Zugang zu dieser Radwegsführung. Der Blickwinkel der Künstler aus dem Planungsreferat ist für mich nicht fassbar, und so stehe ich regelmäßig an dieser Kreuzung und frage mich, was sich diese Menschen dabei nur gedacht haben könnten. Es handelt sich hier um die Kreuzung der Boschetsrieder Straße mit der B11 (Foto mitte)  und dem Greinerberg (Foto oben). Der Greinerberg ist eine Einbahnstraße und für den KFZ-Verkehr nur bergab zu befahren. Am rechten Straßenrand ist ein Radstreifen markiert. Noch ein Stück weiter rechts, auf dem Gehsteig, ist ein weiterer Radweg für alle Radfahrer, die den Berg hochfahren wollen. So weit so gut. Die Einbahnstraße konnte man dort nicht für die Radfahrer öffnen, also hat man nach einer Alternative gesucht und kurzerhand einen zusätzlichen Radweg angelegt. Oben angekommen verursacht das allerdings das ein oder andere Problem. Aber die München wäre nicht München, wenn es dafür nicht eine gute Lösung hätte. Das mittlere Foto bildet den Kernpunkt der Streckenführung ab.

20140130-b11-3Ich hab mal versucht, eine Replik des Bebauungsplans anzufertigen. Trotz einiger Fotos zur Orientierung hab ich etwas 15 DIN-A4 Blätter verschmiert, bis ich die Verkehrsführung zu Papier bringen konnte. In Grau sind die Straßen eingezeichnet, die benutzungspflichtigen Radwege in Blau. Ich bin ganz zufrieden damit.

 

Als besonderes Highlight der Radwegskunst möchte ich die Bettelampel hervorheben (siehe Foto mitte). Die ist zu allem Übel nämlich noch so angebracht, dass sie vom Radweg aus nicht erreichbar ist.  Eine deutlich übersichtlichere Streckenführung könnte man übrigens erreichen, indem man den Greinerber zur Fahrradstraße macht und für Autos sperrt. Aber hey, das könnte ja jeder.

 

Der Radweg an der Rosenheimer Straße

Der Stadtrat hat entschieden. Die Rosenheimer Straße bekommt vorerst keinen Radweg und die Anwohner sind verärgert. Während man sich überall in der Stadt gegen benutzungspflichtige Radwege empört, kämpfen die Haidhausener um Einen. Und beides hat seine Berechtigung, denn eine Verwaltungsvorschrift zur StVO sagt:

Benutzungspflichtige Radwege dürfen nur angeordnet werden, wenn ausreichende Flächen für den Fußgängerverkehr zur Verfügung stehen. Sie dürfen nur dort angeordnet werden, wo es die Verkehrssicherheit oder der Verkehrsablauf erfordern. Innerorts kann dies insbesondere für Vorfahrtstraßen mit starkem Kraftfahrzeugverkehr gelten.

An der Rosenheimer Straße wäre ein benutzungspflichtiger Radweg tatsächlich angebracht. Nur hat er, nach ansicht der CSU und SPD dort keinen Platz. Statt dessen will man nochmal alternative Routen prüfen und wissen, ob man die Parkplätze wirklich braucht. Dabei wurde von einem Gutachter versichert, dass es den Verkehr nicht merklich behindern würde. Am Beispiel der Kapuzinerstraße, sieht man ja auch, dass es geht. In einer anderen großen autofahrerfreundlichen und radfahrerfeindlichen Stadt – Hamburg – hat man es gewagt, eine viel befahrene Straße von vier auf zwei Spuren zu verkleinern. Und die Hamburger sind zufrieden. Viele Leute haben sogar das Gefühl, der Verkehr würde jetzt irgendwie flüssiger rollen.

Dabei geht es hier bestimmt nicht nur um mehr Sicherheit auf der Straße, sondern auch um mehr Lebensqualität. Weniger Hupen, weniger Autos, weniger Verkehr und bessere Luft sind Dinge, die sich Anwohner wünschen. Ich persönlich finde es unsäglich, was sich der Stadtrat hier erlaubt. Es existiert ein gutes Konzept für die Rosenheimer Straße. Eine Umgestaltung ist für die Sicherheit, nicht nur der Radfahrer, nötig. Und unsere Politiker vertagen eine Entscheidung auf die ferne Zukunft, bzw. haben sich bereits deutlich gegen die Wünsche der Münchner entschieden. Meiner Meinung nach, gibt es jetzt eine Hand voll Alternativen wie es weiter geht.

  1. Wir sitzen es aus. Es wird so lange nichts gemacht, bis sich die Aufregung gelegt hat und es geht weiter wie bisher. Das ist die dumme Variante.
  2. Man bekennt Farbe. Die Rosenheimer Straße, so wie sie momentan gestaltet ist,  ist für den Radverkehr ungeeignet. Deshalb kann man sie auch für Radfahrer sperren und durch Polizeikontrollen sicherstellen, dass das auch einghalten wird. Das wäre die einfachste Variante.
  3. Oder aber, man nimmt ein paar Liter Farbe in die Hand und malt einen Radweg. Das geht über nacht. Wenn sich zeigt, dass es nichts taugt, dann entfernt man die Markierung (auch über nacht) wieder und kann sich noch zwischen 1) und2) entscheiden. Das ist die mutige Variante.

Ich persönlich bevorzuge Variante 4. Die Rosenheimer Straße muss entsprechend dem Vorschlag (Seite 7, Variante b) umgestaltet werden. Ich habe deswegen mal einen Petition vorbereitet. Wer das gut findet, kann sich die Vorlage ausdrucken und sich bei mir melden, wenn sich ein paar Unterzeichner gefunden haben. Mal schauen, ob sich was tut.

PetitionRosenheimerStr

Edit: Es gibt jetzt eine Online-Petition. In Zeiten des Internets natürlich viel bequemer.

https://www.openpetition.de/petition/online/jetzt-radfahrstreifen-in-der-rosenheimer-strasse-sicheres-radeln-braucht-platz

 

Was die Polizei für die Sicherheit der Radfahrer tut

20131128-verkehrspolizei

Foto: Dieter Weinelt (CC BY-ND 2.0)

Ich hab mich ja hier im Blog unglaublich darüber aufgeregt, dass die Polizei nach Unfällen Flyer an Radfahrer verteilt. Auf Anregung in den Kommentaren hab ich bei der Polizei angefragt, ob es solche Aktionen auch für PKW- und LKW-Fahrer gibt und nachdem ich die Hoffnung schon fast aufgegeben habe, bekam ich nach fast einem Monat doch noch eine Antwort.

 

Sehr geehrter Herr Moritz,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unsere Erfahrung zeigt, dass es Verkehrsteilnehmer gibt, die sich nicht in ausreichendem Maße an Verkehrsregeln halten bzw. diese sogar nach eigenem Gusto interpretieren, was wir keinesfalls dulden und wogegen wir konsequent vorgehen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Verkehrsteilnehmer bildet diese Gruppe jedoch lediglich einen geringen Anteil, d.h. ein Großteil verhält sich regelkonform.

Unsere Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen im Straßenverkehr richten sich grundsätzlich an alle Verkehrsteilnahmearten, also Kfz-Führer, Radfahrer und Fußgänger. Dabei zielen wir auf ein rücksichtsvolles und entspanntes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer untereinander ab, was auch einmal den aktiven Verzicht auf ein Vorrecht voraussetzt.

Erkenntnisse über eine gezielte Aufklärungsaktion im Zusammenhang mit dem von Ihnen erwähnten Verkehrsunfall liegen auf Seiten des Polizeipräsidiums nicht vor. Häufig betreibt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und -aufklärung an der Örtlichkeit von Unfällen mit Schwerverletzten oder tödlichem Ausgang zeitnah einen Infostand. Im Falle eines solchen Infostandes am Ort eines Unfalles mit der Ursache „Toter Winkel“ wird – gänzlich unabhängig von der Schuldfrage – auf die Gefahren des „Toten Winkels“ hingewiesen. Zielrichtung ist hier vorwiegend der Schutz von Radfahrern und Fußgängern als „Ungeschützte Verkehrsteilnehmer“. So sollen diese dafür sensibilisiert werden, dass oftmals gerade auch regelkonformes eigenes Verhalten keinen Schutz vor den Gefahren des „Toten Winkels“ und Fehlverhalten von Kfz-Führern bietet. Eine gezielte Anhaltung von Kfz-Führern an einer solchen Unfallstelle ist verkehrstechnisch oft nicht praktikabel und rechtlich nur sehr eingeschränkt umsetzbar.

Im Rahmen unserer Kampagne „Gscheid radln – aufeinander achten!“ von März bis September 2013 stellte die Vermeidung von Fehlverhalten der Kfz-Führer beim Abbiegen einen Schwerpunkt dar. Zur Erlangung ergänzender Informationen dürfen wir Sie auf unser Internetangebot unter www.polizei.bayern.de/muenchen/ hinweisen. Dort können Sie neben den Inhalten der Kampagne „Gscheid radln – aufeinander achten!“ auch das Lagebild „Ungeschützte Verkehrsteilnehmer Radfahrer – Fußgänger“ und unsere jährlichen Verkehrsberichte einsehen.

Wir hoffen, Ihnen mit unserer Antwort weitergeholfen zu haben und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Markus Koch
Polizeihauptkommissar

 

Außerdem wurden mir noch die Links zu zwei Flyern geschickt. Einer, mit dem andere Verkehrsteilnehmer auf dei Gefahren des Toten Winkels aufmerksam gemacht werden. Und ein zweiter, der momentan in größerer Stückzahl gedruckt und vor allem an Lieferunternehmen verteilt wird.

Es ist also nicht so, dass den Opfern (und potentiellen Opfern) solcher Unfälle durch solche „Belehrungsaktionen“ eine Mitschuld nach dem Motto „Selber Schuld, du weißt doch wie gefährlich es neben solchen Fahrzeugen ist“ aufgedrängt wird. Vielmehr wirbt die Polizei auf beiden Seiten für Vorsicht und Rücksichtnahme. Deshalb möchte ich mich hier auch für meine früheren, harschen Worte entschuldigen.

Und ein Tipp für die Zukunft: Solche Aktionen sollten anders kommuniziert werden. Denn eine Pressemeldung wie diese hier:

Aufgrund des schweren Radfahrunfalls am Montag, 21.10.2013, führt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und ‑aufklärung in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion 15 (Sendling) am Donnerstag, 24.10.2013, von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, im Gelände der Universität, Arcisstraße 21 bzw. in näherer Umgebung eine Verkehrsaufklärungsaktion durch. (Quelle)

Kann man schnell in den falschen Hals bekommen.

Quo vadis, Radlweg?

Am 24.10.2013 habe ich (Zusammen mit Irene) eine Podiumsdiskussion bei den Pedalhelden in München besucht. Herr Wigand v. Sassen, der Projektleiter der Kampagne Radlhauptstadt München, hielt dort einen Vortrag über die Zukunft des Fahrradfahrens in München. Dabei ist mir heute ein interessantes Detail in meinen Notitzen aufgefallen, dem ich vorher wenig Beachtung geschenkt habe.

Herr v. Sassen erklärte uns, dass an vielen Stellen die Benutzungspflicht für Radwege aufgehoben wird bzw. wurde. Einige dieser (ehemaligen) Radwege waren nur durch eine farblich Markierung bzw. einem weißen Streifen vom Gehweg abgetrennt. Diese Farbmarkierungen werden nicht mehr erneuert nachdem die Benutzungspflicht wegfällt und der Radweg wird wieder Fußweg. Jetzt ist es aber so, dass wir Radfahrer durchaus auf Radwegen fahren dürfen solange dieser vom Gehweg abgetrennt ist. Ich frage mich jetzt was passiert, wenn die Farbe langsam verblasst. Ab wann darf man den Weg dann nicht mehr benutzten? Schließlich wird ein Bußgeld von 15-25€ fällig wenn man mit dem Fahrrad den Gehweg benutzt. Ich hoffe, dass die Polizei hier mit Bedacht vorgeht.

Das Radl zum Schluss

20131103-radweg

Aus Sicht der Radfahrer…

 

20131103-strasse

… und aus Sicht der Autofahrer

Welchen Stellenwert das Radl in München – die Stadt nennt sich immerhin Radlhauptstadt – tatsächlich hat, sieht man meiner Meinung nach an kaum einer Stelle besser als in Thalkirchen. Etwa in Höhe der Kletterhalle gibt es einen (benutzungspflichtigen) Radlweg entlang der Thalkirchner Straße. An der Kreuzung zur Axel-von-Ambesser-Straße (eine Sackgasse mit Zufahrt zu 9 Häusern) muss man als Radfahrer bremsen und dem Querverkehr die Vorfahrt gewähren während gleichzeitig die parallel dazu verlaufende Thalkirchner Straße eine Vorfahrtsstraße ist. Jetzt ist es aber so, dass direkt an der Kreuzung ein Trafohäuschen steht und die Sicht behindert, so dass der Radverkehr erst auf den letzten Metern auf die Straße sieht und umgekehrt. Die wenigen Anwohner wissen um die Problematik und in der Praxis sieht es so aus, dass sich Radlfahrer und Autofahrer vorsichtig an die Kreuzung herantasten und wenn keiner kommt (und das ist dort meistens der Fall) losfahren. Manchmal aber kommt es vor, dass sich die Wege kreuzen und was dann passiert ist sinnbildlich für die ganze Stadt. Der Radlfahrer muss stehen bleiben und für den Autofahrer geht es weiter – und zwar etwa 20 Meter bis zur Thalkirchner Straße. Dort muss er dann warten. Wenn man den Verkehr also mal der Priorität nach ordnet – den unwichtigsten Teilnehmer zuerst dann sieht die Liste in etwa so aus:

  • Fahrrad
  • Auto
  • viele Autos

Wenn wir die ersten beiden Punkte der Liste austauschen könnten, dann wäre schon viel gemacht. Ich denke die meisten Radfahrer sehen es durchaus ein, dass es in der Stadt auch immer Straßen geben wird, auf denen der motorisierte Verkehr schon in der Planung Vorrang hat und vielleicht auch haben muss. An allen anderen Stellen wünsche ich mir, dass der Radverkehr das Sagen hat. München sollte 47% Fahrradstraßen haben, nicht 47.

47 Fahrradstraßen in München – Ihr wollt mich wohl verarschen?

Übersicht aller Fahrradstraßen in München

Übersicht aller Fahrradstraßen in München.

Unsere Radlhauptstadt München ist ganz stolz darauf 47 Straßen als Fahrradstraßen ausgezeichnet zu haben. Wenn man sich die Liste aber genau anschaut, dann wird eines schnell klar. Das ist eine Mogelpackung. Auf den ersten Blick sieht das ja gar nicht schlecht aus, auch wenn es für meinen Geschmack zu viele im Münchner Westen und zu wenige im Zentrum sind. Gerade Rund um die LMU oder im Glockenbachviertel sind richtig viele Radfahrer und auch Autos unterwegs. Dort könnte man mit Fahrradstraßen wirklich etwas für die Radler tun. Naja…

750m Fahrradstraße, bestehend aus 5 Teilstücken

Karl-Lipp-Straße, die Gaggenaystraße, die Gleismüllerstraße, die Wetzenbachstraße und die Templestraße. Zusammen 750 Meter.

Interessant ist aber vor allem etwas anderes. Viele der Fahrradstraßen sind nur wenige hundert Meter lang (wenn überhaupt!) und und bilden erst zusammen etwas, das den Namen Fahrradstraße verdient. Da sind zum Beispiel östlich vom Mosacher Bahnhof die Karl-Lipp-Straße, die Gaggenaystraße, die Gleismüllerstraße, die Wetzenbachstraße und die Templestraße. Ein aus fünf Straßen zusammenhängendes Stück – Insgesamt 750 Meter lang und in einer Lage wo sich Radfahrer und Autofahrer quasi nicht in die Quere kommen können.

Das nicht in die Quere kommen beschreibt die Situation allgemein ganz gut. Restlos alle Fahrradstraßen verlaufen entlang relativ verkehrsarmer Strecken und nur die Wenigsten liegen auf den für Radlpenlder wichtigen Wegen. Wenn ich alle die Fahrradstraßen zussammenzähle, die wirklich sinnvoll sind (ganz subjektiv) und dabei zusammenhängende Stücke als jeweils eine Straße zähle, dann komme ich auf neun Fahrradstraßen. Als unnsinnig habe ich dabei alle Sackgassen betrachtet, sowie alle Straßen die in sehr verkehrsarmen Gebieten liegen oder nur kurze Stücke sind.

sackgasse-1

Unsinnige Sackgasse

Ich möchte nicht undankbar sein, aber in der Praxis verbessert das die Situation der Radfahrer in München kaum. Richtiges Lob gibt es meiner Meinung nach nur für die Clemensstraße, die Behringstraße (parallel zur Würm) und die Preysingstraße mit der Verlängerung in die Wolfgangstraße. Alle anderen hätte man sich sparen können. Was man dabei aber nicht vergessen sollte: Es ist ein Anfang. Und ich hoffe, dass die Stadt München das Fahrradnetz weiter ausbaut und dabei auch die ein oder andere wirklich wichtige Verbindung zur Fahrradstraße macht. Momentan sind sie halt an Stellen die auf dem täglichen Weg in die Arbeit, in die Uni oder in die Schule einen Umweg bedeuten würden, wollte man sie benutzen. Oder wie seht ihr das? Seid ihr regelmäßig auf einer der 9 (naja gut, 47) Münchner Fahrradstraßen unterwegs?

Montagsfrage – München, warum bist du nicht mutiger?

Was war das nur für eine Ausnahmesituation, als im August 2012 die Lindwurmstraße in beide Richtungen um eine Fahrspur für PKWs verkleinert und der gesamte Radverkehr auf eine eigene Spur auf der Straße verlegt wurde. Geschimpft haben die einen, über Staus, soweit das Auge reicht. Und andere wollten diesen Radweg gar nie wieder hergeben. Da war was los in der Stadt. Die CSU hätte damals vermitteln wollen. Beides ist möglich – Radweg und Straße. Mann müsse nur die Pappeln abholzen. Uiuiui… Schuld daran war eine Baustelle.

Weiterlesen