Der Beitrag der Polizei

Ich hab’s ja schon einmal gesagt und ich kann es nur wiederholen. In München kommt das Fahrrad ganz zum Schluss. Das ist in Verkehrsplanung so – Das ist auch bei der Polizei so. Unter diesem Link findet man einen Pressebricht des Poizeipräsidiums München vom 10.04.2015. Es ist eine Sonderbeilage zur Pressekonferenz „Gscheid radln – aufeinander achten!“

Ich vermisse dort einige wichtige Punkte:

  1. Die Empfehlung zum Tragen eines Helmes für Autofahrer blieb unerwähnt. 26% der Unfallbedingten Hirnverletzungen gingen auf das Konto von PKW-Insassen. Fahrradfahrer und Fußgänger schaffen es zusammen auf etwa 1%. Ich persönlich empfehle sogar eine Helmpflicht für Autofahrer. Das würde innerhalb weniger Jahre die Zahl der Autofahrer um 44% senken und wäre damit ein bedeutender Beitrag zur Sicherheit der Radlfahrer.
  2. Es fehlt auch der Hinweis, dass Autofahrer sich nicht durch Musikwiedergabegeräte ablenken lassen sollten. Obwohl erwiesen ist, dass das die Konzentrationsfähigkeit senkt.
  3. Es fehlt auch der Hinweis, dass das Auto in bunten, leutenden, glitzernden und reflektierenden Farben zu bemalen ist (auffällig!!!). Auf den vielen schlecht ausgeleuchteten und unübersichtlichen Straßen naben den vorbildlichen Radlwegen sind sie sonst kaum zu sehen.
  4. Es fehlt auch unbedingt der Hinweis, dass die Handybentutzung während der Autofahrt verboten ist. Zwar ist das vom Gesetzgeber so geregelt, aber trotzdem!

Radlfahrer werden selbstverständlich auf alle diese Punkte hingewiesen.

Tipps für Radlfahrer, Fußgänger und Autofahrer sind (mal mehr, mal weniger sinnvoll) genug dabei. Was allerdings wirklich fehlt, ist ein Hinweis, was Politik und Stadtplanung zur Sicherheit der Radlfahrer tun können. Gute Fahrradinfrastruktur ist meiner Meinung nach das Einzige, was wirklich vor Unfällen schützen kann. Fehlverhalten, ob absichtlich oder nicht, wird es auf der Straße immer geben. Für Unachtsamkeiten im Auto, zu Fuß oder auf dem Fahrrad braucht es keine Musik, kein Handy, keine blendende Sonne und Unfälle können immer passieren. Was wir brauchen ist eine Verkehrsführung die nicht zum Geisterradeln einlädt, die keine Linksabbieger dazu auffordert sich rechts einzuordnen, die freie Fahrt beim Rechtsabbiegen schafft. Bei jeder einzelnen Pressemeldung vergisst die Polizei darauf hinzuweisen, dass der Unfall auch deshalb passieren konnte, weil die baulichen Bedingungen es zugelassen haben.

Liebe Polizei, wenn Sie so hartnäckig für eine Fahrradfreundliche Infrastruktur werben würden, wie Sie es für Helme tun, würden Sie einen Beitrag zur Vermeidung von Unfällen leisten. Mit Ihren Hinweisen auf den Fahrradhelm leisten Sie einen Beitrag zur Vermeidung von Verletzungen. Und selbst das ist strittig.

Jährlicher Verkehrsbericht des Polizeipräsidiums München

Den Verkehrsbericht der Münchner Polizei gibt es hier zum Download. Ich bin noch nicht dazu gekommen, ihn in Ruhe zu lesen. Vielleicht findet sich jemand, der sich ausführlich damit beschäftigen will? Gastbeiträge sind immer gerne gesehen. Die Zusammenfassung hat die Polizei schon getwittert:

Fahrradunfälle im September 2014

Wie jeden Monat hab ich aus den Pressemeldungen der Münchner Polizei alle Unfälle mit Fahrradfahrern zusammengefasst.

  • Am 2. September 2014 ist ein 82-jähriger Fußgänger gestürzt. Ein Radlfahrer hatte ihn geschnitten und ich kann nur vermuten, dass er vor Schreck gestürzt ist. Er landete auf dem Kopf und starb Ende September an den Unfallfolgen. Der Radfahrer entfernte sich vom Unfallort.
  • Am 3. September 2014 nahm eine BMW oder Audi-Fahrer einer Radfahrerin (Marke unbekannt) die Vorfahrt. Die Radfahrerin stürzte und wurde dadurch leicht verletzt.
  • Am 5. September 2014 ignorierte eine Autofahrerin die Vorfahrt eines Radfahrers und verletzte ihn schwer.
  • Ebenfalls am 5. September 2014 gab es einen Rechtsabbiegeunfall mit einem 40-Tonner.
  • Am 6. September 2014 musste ein Radlfahrer einem Kind auf dem Tretroller ausweichen, stürzte dabei und verletzte sich schwer.
  • Am 7. September 2014 passierte ein tödlicher Fahrradunfall. Der Radfahrer nahm dem Autofahrer die Vorfahrt. Nach dem Aufprall auf die Windschutzscheibe flog er 13 Meter druch die Luft bevor er 10 Meter am Boden entlang schlitterte. Sein Fahrrad flog 20 Meter durch die Luft und landete in der Heckscheibe eines Autos. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50km/h wurde laut vorläufiger Aussage eines Sachverständigen deutlich überschritten (Aber der Radlfahrer ist ganz klar der Schuldige!!!!!!!111elf).
  • Am 9. September 2014 gab es noch einen Rechtsabbiehgeunfall mit einem LKW.
  • Auch am 11. September 2014 gab es einen tödlichen Fahrradunfall. Ein Radfahrer war aus einer Einfahrt gefahren und links Abgebogen und hatte ein Auto übersehen.
  • Am 19. September 2014 stürzte ein 77-jähriger als er die Steilen Isarauen runter fahren wollte. Er starb einen Tag später im Krankenhaus
  • Am 24. September 2014 wurde ein Radfahrer übersehen. Er hätte Vorfahrt gehabt.
  • Am 29. September 2014 gab es schon wieder einen Unfall mit einem nach rechts abbiegenden LKW. Der LKW-Fahrer hatte den Radfahrer übersehen (wie immer).

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Fahrradunfälle im Juli 2014

  • Radfahrerin stürzt vor Lkw und wird schwer verletzt – Laim (Überschrift der Pressemeldung). Einen Dooring-Unfall hab ich bei dieser Überschrift nicht erwartet. Ein LKW-Fahrer hat auf dem Radweg geparkt und zum Entladen die Flügeltüre des Aufbaus geöffnet. Eine Radfahrerin musste stark bremsen und ist über ihren Lenker abgestiegen. Passiert ist das am 01.07.2014.
  • Am 6.7.2014 ist ein Mann auf dem Fahrrad an einem Herzinfarkt gestorben.
  • Am 15.7.2014 ist ein Radlfahrer zu nahe am Straßenrand und dadurch gegen eine Fahrzeugtüre, die ein unachtsamer LKW-Fahrer hirnlos aufgerissen hatte,  gefahren.
  • Am 19.7.2014 hat ein Radfahrer die Straße überquert und wurde von einem unachtsamen Autofahrer übersehen. Der Radfahrer war zuvor auf dem Radweg in Gegenrichtung unterwegs, was die Polizei wohl dazu veranlasste die Schuld ausschließlich beim Radfahrer zu sehen.
  • Am selben Tag ist eine Radfahrerin ohne Fremdeinwirken gestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Sie war mit dem Vorderreifen an den Bordstein gefahren und hat dadurch die Kontrolle verloren. Die Polizei verzweifelt an der Suche nach der Unfallursache. Es hat aber sicher nichts damit zu tun, dass zu nahe am Fahrbahnrand gefahren ist.
  • Am 20.7.2014 sind ein Rentner auf dem Fahrrad und ein Motorradfahrer zusammengestoßen. Der Motorradfahrer ist schwer verletzt, der Rentner tot.
  • Am 24.7.2014 gab es einen Abbiegeunfall mit Fahrerflucht, einen Zusammenprall zweier Radlfahrer auf einem maroden Zweirichtungsradweg und einen Angriff mit einem Auto auf einen Schüler.
  • Am 25.7.2014 ist ein angetrunkener Radlfahrer mit einem als gestohlen gemeldeten Fahrrad auf dem Radweg in die falsche Richtung unterwegs gewesen. Nicht genug, dass er damit Wasser auf die Mühlen der Kampfradelerhasser ist – nein, er wurde auch noch umgefahren.

Wie immer ist das nur eine Zusammenfassung der Pressemeldungen der Münchner Polizei.

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Fahrradunfälle im Juni 2014

  • Auch die Polizei ist vor Unachtsamkeiten nicht gefeit. Am 2. Juni wurde eine Radfahrerin von einem Polizeiauto angefahren. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Ebenfalls am 2.6.2014 huschte eine Radfahrer bei rot noch schnell über die Kreuzung. Ein Bus musste deshalb direkt beim Anfahren stark bremsen. Im Bus stürzte dadurch eine 75-jährige und verletzte sich leicht. Der Radfahrer flüchtete laut Polizei unerlaubt vom Unfallort.
  • Am 4.6.2014 gab es (mal wieder) einen Unfall beim rechts Abbiegen. Ein BMW-Fahrer hat nicht geschaut und einen Radfahrer umgefahren. Dieser wurde schwer Verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später verstarb er.
  • Am 6.6.2014 wurde eine 73-jährige Rentnerin beim Aussteigen aus dem Bus von einem Radfahrer umgefahren. Ihm war die Situation an der Bushaltestelle wohl zu unübersichtlich geworden
    „Der Radfahrer nahm den Fahrgastwechsel mehrerer Personen wahr und reduzierte bereits seine Geschwindigkeit. Allerdings bemerkte er die Rentnerin, welche den Radweg schon fast überquert hatte, zu spät und touchierte sie beim Vorbeifahren mit seiner rechten Körperseite.“
    M
    ich wundert es, dass da nicht öfter Unfälle passieren. Es ist ja nicht gerade eine Seltenheit, dass sich Bushaltestellen und Radwege im Weg stehen…
  • Am 10.6.2014 gab es (mal wieder) einen Unfall beim rechts Abbiegen. Ein Rentner wurde von einem LKW frontal erfasst und überrollt. Er starb an der Unfallstelle.
  • Am 15.6.2014 ist eine Radfahrerin betrunken gestürzt und hat sich schwer verletzt. Die Frau war auf dem Radwegweg in der Schäftlarnstraße in Thalkirchen unterwegs. Interessant daran ist, das die Schäftlarnstr. in Thalkirchen keinen Radweg hat. Sie war also entweder in Sendling unterwegs oder ist auf dem Gehweg gefahren…
  • Am 23.6.2014 ist in Garching ein 10-jähriges Mädchen direkt vor ein Auto geradelt. Der Autofahrer hatte keine Chance auch nur irgendwie zu bremsen. Der Unfall passierte im Mühlfeldweg. Eine besonders viel befahrene  Straße im letzten Eck von Garching.
  • Am 24.6.2014 kollidierte eine Radfahrrerin mit einem querenden Auto. Der Unfall geschah an einer beampelten Kreuzung. Einer von beiden wird wohl über rot gefahren sein. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Am 26.6.2014 sind zwei Radlfahrer in einer Kurve vor einer Unterführung durch die Bahngleise zusammen gestoßen. Beim Bergabfahren hat eine Radfahrerin die Kurve geschnitten. Wir wünschen gute Besserung.
  • Am 27.6.2014 wollte eine Hausfrau mit ihrem Audi an einer Ampel wenden. Dabei war es ihr egal ob ein Radfahrer über die Ampel will oder nicht. Ein 72-Jähriger wurde durch ihre (hirnlose) Aktion schwer verletzt.
  • Ebenfalls am 27.6.2014 missachtete eine 81-jährige die Vorfahrt eines Linienbusses. Dieser war auf einer Vorfahrtsstraße mit Tempo 30 unterwegs. Sie wurde erfasst und schwer verletzt.

Wie jeden Monat ist das eine Zusammenfassung der Pressemeldungen der Münchner Polizei.

 

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Radlunfälle im Mai 2014

  • Am 1. Mai 2014 fuhr ein 29-jähriger Student gegen ein Polizeiauto. Er konnte nicht mehr bremsen, als das Dienstfahrzeug ihn in die Enge trieb und stark bremste. Man könnte auch meinen, die Polizei hätte ihn umgefahren, aber das ist reine Spekulation.
  • Am 2.5. 2014 missachtete eine Autofahrerin die Vorfahrt eines 70-jährigen Radlers und verletzte diesen schwer.
  • Am 5.5.2014 ist hat ein LKW-Fahrer beim Linksabbiegen auf der Kapuzinerstraße nicht geschaut und eine Radfahrerin schwer verletzt. Anschließend floh er vom Unfallort.
  • Am 6.5.2014 hat ein vermutlich betrunkener Autofahrer einen 13-jährigen Radfahrer umgefahren.
  • Am 8.5.2014 hat ein PKW-Fahrer seine Pflicht auf besondere Vorsicht beim Rückwärtsfahren missachtet und ein 12-jähriges Mädchen auf dem Nachhauseweg vono der Schule schwer verletzt. Er wollte wenden und beim Rückwärtsfahren hat er nicht auf die Radfahrerin geachtet.
  • Am 10.5.2014 wurde ein 86-jähriger Radfahrer von einem LKW totgefahren. Dieser wollte den Radfahrer mit offensichtlich viel zu geringem Sicherheitsabstand (in einer 30-er Zone) überholen und touchierte ihn dabei. Der Radfahrer stürzte, wurde überrollt und noch einige Meter mitgeschliffen. Die Polizei legt noch Wert darauf zu erwähnen, dass er keinen Fahrradhelm trug.
  • Am 18.5.2014 hat ein BMW-Fahrer beim Wenden nicht aufgepasst, hat eine 78-jährige umgefahren und ist anschließend vom Unfallort geflüchtet.
  • Am 19.5.2014 erlitt eine 66-jährige Dame einen Beinbruch. sie überquerte die Straße und ist dabei mit einem Radfahrer zusammengestoßen. Dieser war ohne Licht unterwegs. Zusätzlich war die Sicht durch parkende PKWs behindert.
  • Am 20.5.2014 rumpelten am zwei Radfahrer zusammen. Der eine war auf dem Rennrad unterwegs, der andere stand. Der Rennradfahrer hatte trotz eines Helmes eine Kinnverletzung, der andere trug keinen und hat ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Wir wünschen beiden eine gute Besserung.
  • Am 23.5.2014 fuhr ein 13-jähriger auf dem Radweg in Gegenrichtung bei Rot über eine Ampel. Die ersten vier Spuren überquerte er mühelos. Bei der fünften war dann allerdings Schluss. Ein 26-jähriger Autofahrer konnte nicht mehr bremsen.

Wie immer ist das eine Zusammenfassung der Pressemeldungen der Münchner Polizei.

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Radlunfälle im April 2014

  • Noch im März hat eine Autofahrerin beim Linksabbiegen eine einen entgegenkommenden Radler übersehen. Nein, es waren zwei Autofahrer und zwei Radfahrer
  • Eine Gruppe Rennradfahrer fuhr auf der Straße obwohl es einen Radweg gegeben hätte. Das ist verboten! Außerdem haben sie den nötigen Sicherheitsabstand nicht eingehalten! Der vierte der 8-er Gruppe stürzte und alle im Windschatten natürlich auch. Dabei hat sich einer schwer verletzt – und das obwohl alle Fahrer jeweils einen Helm trugen.
  • Am 16.04.2014 wurde eine Radfahrerin schwer verletzt. Ein Busfahrer hatte beim Rechtsabbiegen nicht aufgepasst.
  • Ebenfalls am 16.04.2014 gab es einen Unfall zwischen zwei Radfahrern. Ein 80-jährige Dame fuhr auf dem Gehweg entgegen der Fahrtrichtung. Ein entgegenkommender Radfahrer touchierte sie an der Schulter (der war vermutlich auf dem Radweg unterwegs). Die Dame stürze und der Radfahrer fuhr weiter. Sowas macht man einfach nicht!
  • Am 22.04.2014 fuhr eine Frau bei rot über die Fußgängerampel und wurde umgefahren.
  • Unfall mit Fahrerflucht am 23.04.2014. Ein PKW-Fahrer mit Anhänger wendete und ein Radfahrer fuhr gegen den Anhänger. Klingt nach ‚Blöd gelaufen, aber da kann keiner was dafür‘. Der PKW-Fahrer blieb dennoch nicht stehen…
  • Am 24.04.2014 wollte stürzte ein Schüler auf seiner selbstgebauten Rampe und verletzte sich schwer. Er wollte Sprünge mit seinem Rad üben.
  • Am 29.04.2014 bekam ein Kind auf Gepäckträger seine Füße in die Speichen und hat sich schwer verletzt.
  • Am 29.04.2014 wollte eine eine Radfahrerin die Landsberger Straße in Laim zwischen den stehenden Autos überqueren. Auf der vierten Spur staute es sich allerdings nicht, und ein BMW-Fahrer konnte nicht mehr bremsen.
  • Richtig viel Glück (im Unglück) hatte eine 12-jährige. Am 29.04.2014 wollte sie wollte auf dem Radweg eine Kreuzung gerade aus überqueren. Ein LKW-Fahrer hat beim links Abbiegen nicht geschaut… Die Schülerin wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
  • Einen Tag später, nämlich am 30.04.2014 hatte eine Radfahrerin weniger Glück. Der LKW-Fahrer hatte beim rechts Abbiegen nicht geschaut und ist eine 41-jährigen über die Beine gefahren. Es besteht keine Lebensgefahr, aber die Frau ist schwer verletzt.

 

Außerdem bittet die Polizei um Mithilfe:

Zeugenaufruf!

Am vergangenen Freitag, 25.04.2014, kam es vormittags, um kurz nach 08:30 Uhr im Gemeindebereich von Ismaning zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen einer Fußgängerin und einer Radfahrerin.

Die 32-jährige Münchnerin war mit ihrem Rad auf dem Forstweg an der Isar, zwischen dem Kolomansteg und dem Philosophenweg, in nördlicher Richtung unterwegs. Sie näherte sich dabei mit ihrem Rad einer Fußgängerin, die mit einem schwarzen Dackel, der nicht angeleint war, spazieren ging. Die Radfahrerin näherte sich von hinten, konnte aber die Fußgängerin und den Hund nicht passieren, weil der Dackel auf dem Fahrradweg umherlief. Schließlich blieb die Münchnerin hinter den Beiden stehen. Unvermittelt fing die Hundeführerin an, die Radfahrerin zu beschimpfen und gab ihr einen kräftigen Stoss.

Die 32-Jährige stürzte daraufhin samt ihrem Rad die Böschung hinab und konnte sich erst kurz vor der Isar an einem Ast festhalten. Während die Täterin einfach weiter ging, kletterte die Radfahrerin den Hang hoch und begab sich zur Polizeiinspektion Ismaning, um Anzeige zu erstatten. Glücklicherweise wurde sie bei dem Sturz nicht schwerer verletzt.

Die von den Ismaninger Polizeibeamten sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg.

Beschreibung der Hundehalterin:
Die Frau ist zwischen 33 und 35 Jahre alt, etwa 175 cm groß und hat dunkle, zu einem Pferdeschwanz gebundene Haare. Bekleidet war sie zur Tatzeit mit einer dunklen Hose und einer blauen oder lilafarbenen Sportjacke. Sie war mit einem schwarzen Dackel unterwegs und hatte eine Hundeleine in der Hand.

Zeugenaufruf:
Personen, die Angaben zu dem Vorfall oder zu der flüchtigen Täterin machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Ismaning, Tel.: 089/9624310 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Radlunfälle im März 2014

Wie jeden Monat suche ich in den Pressemeldungen der Münchner Polizei alle Unfälle mit Beteiligung von Radlfahrern zusammen. Und es lässt sich ein eindeutiger Trend feststellen: Es werden wieder mehr als in den Wintermonaten… leider.

  • Am 4.3.2014 gab es einen Unfall im Kreisverkehr. Eine Autofahrerin hat nicht geschaut.
  • Am 6.3.2014 schlug ein von der Polizei fixierter Radfahrer (1.7  Promille) mit seinem Kopf auf das Dienstfahrzeug… Ohne die Hintergründe genau zu kennen, aber mal im ernst… das glaubt doch keiner.
  • Am 8.3.2014 hat eine Frau im Crysler im verkehrsberuhigten Bereich einen 5-jährigen Jungen vom Fahrrad geholt. „Der 5-Jährige, der zum Glück einen Fahrradhelm trug, wurde auf die Fahrbahn geschleudert und verletzte sich durch den Aufprall im Mundbereich. Er wurde ambulant in einer Klinik behandelt.“ (???)
  • Am 11.3.2014 hat in Untergiesing beim Rechtsabbiegen wieder mal jemand nicht geschaut.
  • Am 13.3.2014 wollte ein 10-jähriger mit dem Rad die Straße überqueren und ist seitlich in einen PKW gekracht. Aus der Meldung ist für mich nicht ersichtlich, was da genau passiert ist, aber die Schuld liegt (so liest man es zumindest) ganz klar bei dem Jungen.
  • Ebenfalls am 13.3.2014 wollte ein Fußgänger die Straße überqueren. Eine Radfahrerin hat ihn nicht gesehen, konnte nicht mehr ausweichen, stürzte und verlor das Bewusstsein. Der Fußgänger ging einfach weiter. Als die Frau aus ihrer Ohnmacht erwachte ist sie ins Krankenhaus gefahren.
  • Am 14.3.2014 fuhr ein Radfahrer über eine rote Ampel und wurde von einem PKW erfasst
  • Am 20.3.2014 hat ein LKW-Fahrer nicht aufgepasst und einen 85-jährigen Rentner schwerst verletzt
  • Am 26.3.2014 gab es wieder einen LKW der beim Rechtsabbiegen nicht geschaut hat.
  • Am 27.3.2014 ist eine 52-jährige über ein Skateboard gefallen. Nach einem Misslungenem Trick ist es auf den Radweg gerollt.
  • Am 29.3.2014 ist eine Radfahrerin über eine rote Ampel gerauscht und hat einen Bus zur Vollbremsung gezwungen. Dabei hat sich ein Fahrgast verletzt. Die Radfahrerin ist abgehauen. (Vermutlich hat sie sich noch über den Busfahrer gärgert, der sie beinahe umgefahren hätte, aber das ist reine Mutmaßung)

Und noch einen seltsamen Unfall zum Schluss

334. Fahrradfahrer wird schwer verletzt an Hausmauer aufgefunden – Laim – Zeugen dringend gesucht

Laut einem Zeugen fuhr ein 73-jähriger Münchner mit seinem Fahrrad am Dienstagnachmittag, 04.03.2014, gegen 17.45 Uhr, auf der Helmpertstraße im Stadtteil Laim, in Richtung Westen. Der Zeuge war mit seinem Pkw hinter dem Radfahrer gefahren und gab an, dass der 73-Jährige nach der dortigen Neuapostolischen Kirche nach links in die dortige Einfahrt gefahren sei, gewendet habe und anschließend auf dem Vorplatz der Kirche in östlicher Richtung zurückgefahren sei. Dabei fuhr er ungebremst gegen eine Mauer, die den Vorplatz der Kirche abgrenzt. Der 73-Jährige, der keinen Fahrradhelm trug, wurde bei dem Verkehrsunfall schwer verletzt und musste mit einem Rettungswagen in eine Münchner Klinik eingeliefert werden.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.

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Fahrradunfälle im Januar 2014

  • Am 8.1.2014 gab es die ersten Pressemeldungen über Radunfälle in diesem Jahr. Pressemeldungen, weil es gleich 4 sind:
    1. Der Unfall passierte noch im Dezember. Jemand hat die Tür aufgerissen ohne zu schauen und dadurch eine 17-jährige zu Fall gebracht. Nachdem er sich vergewisserte, dass dem Auto nichts fehlt, beging er Fahrerflucht.
      Die Wortwahl der Pressemeldung ist auch erwähnenswert: Radfahrerin bleibt an Pkw-Tür hängen und stürzt.
    2. Beim (rechts) Abbiegen in eine Tankstelle hat ein Fahrer nicht geschaut und eine 15-jährige Schülerin umgefahren. Er hat sich noch kurz erkundigt ob was passiert ist und hat sich dann vom Unfallorte entfert.
    3. Eine Radfahrerin wolle auf dem viel zu schmalen Radweg (Benutzungspflichtig) in der Würmtalstraße einen anderen Radfahrer (oder Radfahrerin) überholen. Diese_r hatte das wohl nicht bemerku und ist leicht nach links ausgeschert, wodurch es zwar nicht zu einer Kollision, aber zu einem Struz kam.
    4. Außerdem hat die tiefstehende Sonne mal wieder ein Opfer gefordert. Das der Autofahrer im Blindflug unterwegs war, spielt dabei keine Rolle. Wenn man die Pressemeldung so liest, kommt es einem auch so vor als wären die penibel beschriebenen 3000€ Schaden am BMW deutlich schlimmer als die Lungenprellung des Radfahrers…
      Die Überschrft hier: „Von tiefstehender Sonne geblendeter Pkw-Fahrer übersieht Radfahrer und verletzt diesen“ Immerhin…
  • Am 7.1.2014 wurde ein Rentner aus dem Krankenhaus entlassen. Er wurde nach einem Unfall ende Dezember mit dem Fahrrad dort eingeliefert. Am Tag drauf starb er. Die Polizei erklärt in ihrer Pressemeldung, dass sie keinen kausalen Zusammenhang sieht, sucht aber Zeugen des Unfalls.
  • Am 9.1.2014 hat eine Rentnerin ein Stopschild überfahren und der Autofahrer im Querverkeht konnte nicht mehr bremsen.
  • Radfahrer fährt gegen Pkw und wird dabei schwer verletzt – Lehel Was war am 17.1.2014 passiert? Ein Autofahrer hat einen Radfahrer übersehen. Dieser war jedoch auf dem Radweg in der falschen Richtung unterwegs.
  • Am 29.1.2014 wurde eine Radfahrerin an der Dachauer Straße über den Haufen gefahren. Sie hat die Straße bei rot überquert.

Wie immer ist das eine Sammlung der Pressemeldungen der Münchner Polizei und sicherlich keine vollständige Liste aller Unfälle mit dem Rad.

Das Ghostbike an der Lindwurmstraße

Ghostbike an der Kreuzung Lindwurmstraße-Poccistraße

Ghostbike an der Kreuzung Lindwurmstraße-Poccistraße

Kennt ihr die  Stelle, wenn man die Lindwurmstraße in Richtung Süden fährt und an der Ampel beim KVR über die Poccistraße überqueren muss? Das ist eine äußerst gefährliche Stelle weil der Radweg erst kurz vor der Kreuzung hinter den Bäumen und Parkplätzen auftaucht und vom der Rechtsabbiegerspur für Autos wirklich nur schwer einzusehen ist. Wer im Sommer an einem der Tische der (ausgezeichneten) Dönerbude sitzt, kann bei fast jeder Ampelschaltung einen Beinaheunfall beobachten. Als ich gestern an der Stelle vorbei kam, stand dort ein weiß angestrichenes Fahrrad und hab das schlimmste befürchtet.

Aber nein! Glück gehabt. Das ist gar kein normales Geisterfahrrad, sondern eines von diesen unsäglichen Werbefahrrädern die in München seit einiger Zeit an jede noch so unpassende Stelle angekettet werden. Das hier geht meiner Meinung nach aber wirklich zu weit.