Fahrräder in die (Schweizer) Verfassung

In der Schweiz kämpft die Veloinitiative dafür, dass die Förderung von Alltags- und Freizeit-Veloverkehr in der Verfassung festgeschrieben wird. In den Kommentaren zum Online-Artikel im Schweizer Tagesanzeiger versucht ein Autofahrer schon im Vorhinein zu intervenieren und sagt, dass das ja alles schön und recht wäre, aber die Finanzierung für Radwege doch bitte nicht die Autofahrer zu tragen hätten. Die Antwort, die er bekommen hat, ist ohne redaktionelle Änderungen zitierfähig:

Die Autofahrer stehen sich ja heute gegenseitig im Weg und schreien nach weiterem Ausbau der Stassen. Dies bedeutet, dass mehr Platz pro Auto geschaffen werden soll. Dies würde viele Milliarden kosten, sofern wir überhaupt soviel Kulturland asphaltieren wollen.
Ein Auto mit einem Fahrer im Berufsverkehr belegt ca 12 Quadratmeter. Ein Velofahrer belegt ca 1 Quadratmeter. Das heisst, dass jeder Autofahrer der aufs Velo umsteigt ca 11 Quadratmeter freigibt. Dies ist nur statisch gerechnet. Dynamisch ist der Unterschied noch viel grösser. Von dieser Verlagerung profitieren die verbleibenden Autofahrer, welchen das Ausdemwegräumen ihrer Platzkonkurrenten zugute kommt.
Mit der Verlagerung inkl Radwegbau ist der geforderte Platz (inkl Parkplätze) viel kostengünstiger realisierbar als mit dem Ausbau von Autostrassen. Somit ist die Finanzierung aus der Autokasse durchaus sachgerecht und fair.
(Werner Graf)

Dem ist nur noch eines hinzuzufügen:

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