Fahrradunfälle im Juni 2014

  • Auch die Polizei ist vor Unachtsamkeiten nicht gefeit. Am 2. Juni wurde eine Radfahrerin von einem Polizeiauto angefahren. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Ebenfalls am 2.6.2014 huschte eine Radfahrer bei rot noch schnell über die Kreuzung. Ein Bus musste deshalb direkt beim Anfahren stark bremsen. Im Bus stürzte dadurch eine 75-jährige und verletzte sich leicht. Der Radfahrer flüchtete laut Polizei unerlaubt vom Unfallort.
  • Am 4.6.2014 gab es (mal wieder) einen Unfall beim rechts Abbiegen. Ein BMW-Fahrer hat nicht geschaut und einen Radfahrer umgefahren. Dieser wurde schwer Verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später verstarb er.
  • Am 6.6.2014 wurde eine 73-jährige Rentnerin beim Aussteigen aus dem Bus von einem Radfahrer umgefahren. Ihm war die Situation an der Bushaltestelle wohl zu unübersichtlich geworden
    „Der Radfahrer nahm den Fahrgastwechsel mehrerer Personen wahr und reduzierte bereits seine Geschwindigkeit. Allerdings bemerkte er die Rentnerin, welche den Radweg schon fast überquert hatte, zu spät und touchierte sie beim Vorbeifahren mit seiner rechten Körperseite.“
    M
    ich wundert es, dass da nicht öfter Unfälle passieren. Es ist ja nicht gerade eine Seltenheit, dass sich Bushaltestellen und Radwege im Weg stehen…
  • Am 10.6.2014 gab es (mal wieder) einen Unfall beim rechts Abbiegen. Ein Rentner wurde von einem LKW frontal erfasst und überrollt. Er starb an der Unfallstelle.
  • Am 15.6.2014 ist eine Radfahrerin betrunken gestürzt und hat sich schwer verletzt. Die Frau war auf dem Radwegweg in der Schäftlarnstraße in Thalkirchen unterwegs. Interessant daran ist, das die Schäftlarnstr. in Thalkirchen keinen Radweg hat. Sie war also entweder in Sendling unterwegs oder ist auf dem Gehweg gefahren…
  • Am 23.6.2014 ist in Garching ein 10-jähriges Mädchen direkt vor ein Auto geradelt. Der Autofahrer hatte keine Chance auch nur irgendwie zu bremsen. Der Unfall passierte im Mühlfeldweg. Eine besonders viel befahrene  Straße im letzten Eck von Garching.
  • Am 24.6.2014 kollidierte eine Radfahrrerin mit einem querenden Auto. Der Unfall geschah an einer beampelten Kreuzung. Einer von beiden wird wohl über rot gefahren sein. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Am 26.6.2014 sind zwei Radlfahrer in einer Kurve vor einer Unterführung durch die Bahngleise zusammen gestoßen. Beim Bergabfahren hat eine Radfahrerin die Kurve geschnitten. Wir wünschen gute Besserung.
  • Am 27.6.2014 wollte eine Hausfrau mit ihrem Audi an einer Ampel wenden. Dabei war es ihr egal ob ein Radfahrer über die Ampel will oder nicht. Ein 72-Jähriger wurde durch ihre (hirnlose) Aktion schwer verletzt.
  • Ebenfalls am 27.6.2014 missachtete eine 81-jährige die Vorfahrt eines Linienbusses. Dieser war auf einer Vorfahrtsstraße mit Tempo 30 unterwegs. Sie wurde erfasst und schwer verletzt.

Wie jeden Monat ist das eine Zusammenfassung der Pressemeldungen der Münchner Polizei.

 

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11 commentaires sur “Fahrradunfälle im Juni 2014

  1. Und jetzt müsste man mal zusammen zählen wie oft wer eine Teil- bis Ganzschuld hat. Autofahrer, Radfahrer oder die Stadt durch Fehlplanung und belassen/schaffen von gefährlichen Stellen.

  2. Viel interresanter finde ich an wie vielen Unfällen motorisierte Fahrzeuge beteiligt sind sind und wie schwer die Verletzungen dabei sind. Unachtsamkeiten und Dummheiten passieren (leider) jedem. Tragisch wirds immer dann, wenn die Blechpiloten beteiligt sind…
    Vieleicht kann man das aus den Daten vom Verkehrsbericht rauslesen. Wenn jemand Lust und Zeit hat, dann würde ich mich über einen Gastbeitrag freuen 🙂

  3. Natürlich ist die Blechlawine schuld…
    Aber seit Jahren ist keiner der Politiker schlau/mutig genug um das zu erkennen und was dagegen zu tun. Obwohl es offensichtlich ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung profitieren würde, wenn weniger Blech in der Innenstadt ist.

  4. Nein, es sind nicht immer nur die Blechlawinen schuld. Ich selbst bin sowohl Autofahrer als auch Radfahrer und ich muss sagen, dass ich als Autofahrer oft über die Radfahrer wettere als auch umgekehrt.
    Sowohl Autofahrer als auch Radfahrer müssen umsichtiger werden und an die Regeln halten. Es gilt Rechts-Vor-Links für alle. Sowohl Radfahrer als auch Autofahrer missachten diese einfache Grundsatzregel einfach viel zu oft, wodurch viele Unfälle und gefährliche Situationen entstehen.
    Meine allgemeine Meinung zu der Problematik was Radfahren angeht ist die immer noch herrschende Grauzone. Radfahrer sind weder Fußgänger noch Autofahrer.
    Doch bevor ich jetzt hier ein Faß auf machen, schreibe ich mal einen ausführlichen Artikel im Blog ,)

    Gruß Mario

  5. Sehr komisch ist, dass bei der Meldung am 27.06. explizit erwähnt wird, dass es eine Hausfrau war. Bei anderen Meldungen stehen auch nicht die Berufsbezeichnungen dabei. Wäre auch recht seltsam. Was soll sowas?
    Z. B.: Am 27.6.2014 wollte eine Bürokauffrau mit ihrem Audi an einer Ampel wenden. Dabei war es ihr egal ob ein Anwalt mit seinem Fahrrad über die Ampel will oder nicht.

    Die Meldung vom 24.06. ist auch genial. Radfahrer erhält den Aktivpart und Autofahrer den Passivpart. Eine neutrale Meldung sieht jedenfalls anders aus.

  6. In den Pressemeldungen der Münchner Polizie wird nur ein Bruchteil der Verkehrsunfälle veröffentlicht. Angesichts der Äußerungen der Polizei bzgl. Radfahrern, der veröffentlichten Pressemeldungen und dem, was am End in den Statistiken steht, erscheinen die Unfälle, die von Radfahrern durch (vermeintlich) schwerere Verkehrsverstöße herbeigeführt werden (z.B. Rotlichtmissachtung oder fehlendes Licht) zu deutlich größerem Anteil in den Pressemeldungen als Unfälle, die durch schwere Verkehrsverstöße von Autofahrer verursacht werden (insbesondere Missachtung des Vorrangs beim Rechtsabbiegen: das sieht die Münchner Polizei offenbar nicht so dramatisch, da finden sich in den Pressemeldungen meist auch gleich irgendwelche Entschuldigungen für den Autofahrer). Man muss also sehr vorsichtig sein, von den Pressemeldungen auf das tatsächliche, vollständige Unfallgeschehen zu schließen.

  7. Ich bin leider in einen der Unfälle verwickelt worden. Prozeß steht aus.

    Den Spaß am Fahren in der Stadt hat er mir jedenfalls genommen. Ab sofort nur noch mit den öffentlichen. Traurig, aber wahr ist jedenfalls, dass München alles, bloß keine fahrradfreundliche Stadt ist.

  8. @Flo. Vielleicht könntest die Geschichte als Blogartikel schreiben? Nicht dass ich hier zuständig wäre, aber wäre vielleicht interessant.

  9. Kleine Korrektur zum Unfall am 15.6.: Sie Schäftlarnstraße hat auch in Thalkirchen abschnittsweise einen Radweg, zumindest Richtung stadtauswärts, bspw. zwischen Alfred-Schmid-Straße und Tierpark.

  10. Pingback: Fahrradlinks: Gefahrenatlas, Unfälle und tolle Radwege | Maxvorstadtblog

  11. Durch die Zunahme des innerstädtischen Radverkehrs kommt es auch immer wieder zu Unfällen mit Fahrradfahrern. Bei den meisten Kollisionen entsteht nur ein Sachschaden und der Radfahrer trägt meist mit leichten Blessuren davon. Doch geht es nicht immer so glimpflich aus, vor allem wenn Autofahrer unaufmerksam sind und beim Abbiegen einen Fahrradfahrer übersehen. In vielen Fällen kann allerdings auch der Radfahrer für den Unfall verantwortlich sein. Von dem allgmeinen Betriebsrisiko eines Kfz kann sich der Autofahrer nur befreien, wenn sich der Fahrradfahrer grob fahrlässig verhält. Dem Autofahrer wird in der Praxis allerdings meist eine Teilschuld angerechnet. So muss der Autofahrer beispielsweise auch beim Abbiegen auf Radverkehr aus der Gegenrichtung achten. Obwohl der Radfahrer hier als „Geisterfahrer“ den falschen Radweg benutzt, darf sich der Autofahrer dennoch nicht darauf verlassen Vorfahrt zu haben und haftet zum Teil mit. Fährt der Radfahrer auf dem Gehweg und kollidiert mit einem langsam aus einer Ausfahrt fahrenden Auto kann ihm die Schukd zugesprochen werden.
    Die Zurechnung der Haftung kann daher nicht pauschalisiert werden. Oft wird allerdings eine beiderseitige Haftungsübernahme in Betracht kommen.

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