Ring frei für die Radlhauptstadt

Nachdem mich Green City nun mehrfach dezent aber deutlich darauf hingewiesen hat, dass am 3. August Radlfahrer auf dem Mittleren Ring sind, informiere ich halt auch den Rest der Welt darüber.

Weiter Infos gibt es auf http://www.radlhauptstadt.muenchen.de/radlhauptstadt-news/details/article/ring-frei-fuer-die-radlhauptstadt-muenchen/

Critical Mass am 18. Juli

critical-flyerWir behindern nicht den Verkehr, wir sind Teil des Verkehrs! Critical Mass ist eine kreative Form des Straßenprotests, bei der sich mehrere Fahrradfahrer scheinbar zufällig treffen, um auf ihre Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen. Sie ist desorganisiert, antihierarchisch und hat keine Verantwortlichen. Alle können mitradeln!

Wie immer freuen wir uns auf zahlreiche Radler, seid kreativ wenn ihr wollt und packt ein, wer sich mitnehmen lässt.

In diesem Sinne, schwingt euch in die Sättel und wir fahren gemeinsam durch Münchens Straßen. Teilt die CM fleißig, ladet Freunde ein und …let’s roll! :)

20.00 Uhr, am Fuße der Bavaria

Mehr Infos gibt’s vieleicht hier!

Aktion zum Thema „Toter Winkel“ der Münchner Verkehrspolizei

Gestern habe ich eine Pressemeldung der Münchner Verkehrspolizei gelesen, die mich dann doch überrascht hat. Ohne weiter Kommentare: Bitteschön!

Bei unserer Auswertung der Verkehrsunfälle im ersten Halbjahr 2014 für den Dienstbereich des PP München mussten wir zum wiederholten Mal feststellen, dass die Unfälle mit der Unfallursache „Falsches Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren“ bzw. dem Phänomen „Toter Winkel“ mit an vorderster Stelle standen. Dabei handelt es sich hier nur um von der Polizei aufgenommene Verkehrsunfälle, die Dunkelziffer nicht polizeilich erfasster bzw. die Zahl der Beinahe-Unfälle darf dabei nicht unterschätzt werden. Neben einer Vielzahl von Verletzten gab es bedauerlicherweise heuer bereits wieder zwei Tote, ein Radfahrer und ein Fußgänger, die jeweils von einem abbiegenden Lkw überrollt wurden. Zur Erinnerung: Im gesamten vergangenen Jahr waren im Zusammenhang mit der Ursache „Toter Winkel“ drei Tote zu beklagen.

Ein neuer Flyer mit dem Titel „Augenblick bitte!“ sensibilisiert Lkw- und Autofahrer beim Rechtsabbiegen, Blickkontakt mit Radfahrern und Fußgängern aufzunehmen. Durch die eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten im Straßenverkehr entstehen oft Missverständnisse. Umso wichtiger ist es, sich klar und eindeutig zu verständigen. Studien zeigen hier, dass Sie mit einer freundlichen Geste weitaus mehr erreichen als mit einer strikten Aufforderung.

Man muss letztendlich feststellen, dass trotz umfangreicher Aufklärungs- bzw Kontrollaktionen und technischer Maßnahmen der „Tote Winkel“ nach wie vor häufig die Unfallursache bei besonders tragischen Verkehrsunfällen ist.

Gefährdet sind alle Verkehrsteilnehmer, wobei die Unfallfolgen bei den ungeschützten Verkehrsteilnehmern, Fußgänger und Radfahrer, besonders schwer sind. Deshalb sollte sich gerade diese Personengruppe, sowie insbesondere Fahrer von Schwer- und Nutzfahrzeugen unbedingt mit dieser brisanten Thematik auseinandersetzen. Für Kinder findet eine Sensibilisierung für dieses Thema durch Lehrer und Polizeibeamte im Rahmen der schulischen Ausbildung in der Jugendverkehrsschule in der 4. Klasse statt.

Bekanntermaßen versteht man unter „Toter Winkel“ die Bereiche des Verkehrsraumes, die ein Fahrer weder direkt noch durch die Spiegel einsehen kann. Diese Bereiche befinden sich demnach vor, hinter und neben dem Fahrzeug. Damit der Fahrer diese Bereiche besser einsehen kann, wurden besondere Zusatzspiegel entwickelt; teilweise werden sogar Kameras an den Fahrzeugen angebracht. Inzwischen sind bei Neufahrzeugen schon insgesamt sechs Rück-, Rampen- und Frontspiegel vorgeschrieben.

Aber trotz dieser technischen Verbesserungen ist der Fahrer der entscheidende Sicherheitsfaktor. Wenn der direkte Blickkontakt zum anderen Verkehrsteilnehmer nicht möglich ist, ist der Fahrer auf die Spiegel angewiesen. Deshalb muss zur Unfallvermeidung das Wissen um die Gefahren der „Toten Winkel“ durch bestimmte Handlungsweisen des Fahrers erweitert und von ihm Folgendes beachtet werden, nämlich,

  • dass er sich über die „Toten Winkel“ seines Fahrzeugs bewusst ist und sich vor allem beim Rückwärtsfahren von einem Einweiser helfen lässt.
  • beim Rechtsabbiegen den Weg der Fußgänger und Radfahrer kreuzt, deshalb vor dem Abbiegen wiederholt in den Spiegel schaut und bei unklarer Verkehrslage nur in Schrittgeschwindigkeit abbiegt.
  • besonders auf Kinder und Senioren achtet, weil diese die Gefahren häufig nicht richtig einschätzen können und sich deshalb oft unberechenbar verhalten.
  • bedenkt, dass asphärische Spiegel zwar den „Toten Winkel“ reduzieren, jedoch durch die verkleinerte Abbildung die Entfernungen schwerer abschätzbar sind.

Fußgängern und Radfahrern empfehlen wir dringend,

  • dass sie den Bereich unmittelbar vor und hinter sowie neben Bussen oder Lkw meiden. sie besonders auf Großfahrzeuge achten, die nach rechts abbiegen wollen (Blinker beachten).
  • versuchen, mit dem Fahrer in Blickkontakt zu kommen und sich durch Handzeichen bemerkbar machen. auf ihren Vorrang verzichten, wenn sie nicht sicher sind, ob der Fahrer sie gesehen hat.
  • unbedingt den Zwischenraum zwischen dem Schwerfahrzeug und dem Bordstein meiden, weil sich bei einem rechts abbiegenden Bus oder Lkw die Hinterräder gefährlich der Borsteinkante nähern. Dies gilt besonders für nachlaufende Anhänger.

Letztendlich trägt aber auch die Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit dieser Verkehrsteilnehmer wesentlich dazu bei, dass Unfälle vermieden werden, weshalb man

  • insbesondere bei Dunkelheit oder schlechter Witterung helle, gut sichtbare Kleidung, möglichst mit reflektierenden Streifen tragen soll.
  • genauestens darauf achteten soll, dass sein Fahrrad mit den vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen ausgestattet ist und diese auch funktionieren! Elektronisches Standlicht bietet zusätzliche Sicherheit.
  • die Stellen, an denen man die Fahrbahn überqueren will, mit größter Sorgfalt auswählt und gesicherten Überwegen (Ampel oder Zebrastreifen) den Vorzug gibt!

Wenn Sie als Verkehrsteilnehmer diese Empfehlungen beachten und zusätzlich die Grundregel des § 1 der StVO „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“ verinnerlichen, helfen Sie aktiv mit – für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Fahrradunfälle im Juni 2014

  • Auch die Polizei ist vor Unachtsamkeiten nicht gefeit. Am 2. Juni wurde eine Radfahrerin von einem Polizeiauto angefahren. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Ebenfalls am 2.6.2014 huschte eine Radfahrer bei rot noch schnell über die Kreuzung. Ein Bus musste deshalb direkt beim Anfahren stark bremsen. Im Bus stürzte dadurch eine 75-jährige und verletzte sich leicht. Der Radfahrer flüchtete laut Polizei unerlaubt vom Unfallort.
  • Am 4.6.2014 gab es (mal wieder) einen Unfall beim rechts Abbiegen. Ein BMW-Fahrer hat nicht geschaut und einen Radfahrer umgefahren. Dieser wurde schwer Verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zwei Tage später verstarb er.
  • Am 6.6.2014 wurde eine 73-jährige Rentnerin beim Aussteigen aus dem Bus von einem Radfahrer umgefahren. Ihm war die Situation an der Bushaltestelle wohl zu unübersichtlich geworden
    „Der Radfahrer nahm den Fahrgastwechsel mehrerer Personen wahr und reduzierte bereits seine Geschwindigkeit. Allerdings bemerkte er die Rentnerin, welche den Radweg schon fast überquert hatte, zu spät und touchierte sie beim Vorbeifahren mit seiner rechten Körperseite.“
    M
    ich wundert es, dass da nicht öfter Unfälle passieren. Es ist ja nicht gerade eine Seltenheit, dass sich Bushaltestellen und Radwege im Weg stehen…
  • Am 10.6.2014 gab es (mal wieder) einen Unfall beim rechts Abbiegen. Ein Rentner wurde von einem LKW frontal erfasst und überrollt. Er starb an der Unfallstelle.
  • Am 15.6.2014 ist eine Radfahrerin betrunken gestürzt und hat sich schwer verletzt. Die Frau war auf dem Radwegweg in der Schäftlarnstraße in Thalkirchen unterwegs. Interessant daran ist, das die Schäftlarnstr. in Thalkirchen keinen Radweg hat. Sie war also entweder in Sendling unterwegs oder ist auf dem Gehweg gefahren…
  • Am 23.6.2014 ist in Garching ein 10-jähriges Mädchen direkt vor ein Auto geradelt. Der Autofahrer hatte keine Chance auch nur irgendwie zu bremsen. Der Unfall passierte im Mühlfeldweg. Eine besonders viel befahrene  Straße im letzten Eck von Garching.
  • Am 24.6.2014 kollidierte eine Radfahrrerin mit einem querenden Auto. Der Unfall geschah an einer beampelten Kreuzung. Einer von beiden wird wohl über rot gefahren sein. Die Polizei sucht Zeugen.
  • Am 26.6.2014 sind zwei Radlfahrer in einer Kurve vor einer Unterführung durch die Bahngleise zusammen gestoßen. Beim Bergabfahren hat eine Radfahrerin die Kurve geschnitten. Wir wünschen gute Besserung.
  • Am 27.6.2014 wollte eine Hausfrau mit ihrem Audi an einer Ampel wenden. Dabei war es ihr egal ob ein Radfahrer über die Ampel will oder nicht. Ein 72-Jähriger wurde durch ihre (hirnlose) Aktion schwer verletzt.
  • Ebenfalls am 27.6.2014 missachtete eine 81-jährige die Vorfahrt eines Linienbusses. Dieser war auf einer Vorfahrtsstraße mit Tempo 30 unterwegs. Sie wurde erfasst und schwer verletzt.

Wie jeden Monat ist das eine Zusammenfassung der Pressemeldungen der Münchner Polizei.

 

Veröffentlicht in: Unfall |