Aufgesattelt und … ausgebremst

Im Deutschlandradio gab es einen Beitrag zum Thema Radfahren in Städten mit einigen wirklich interessanten Gedanken darüber, wie das Auto unsere Wahrnehmung des öffentlichen Raumes beeinflusst und wie Fahrrad dabei oft ausgebremst wird. Wer eine halbe Stunde Zeit hat, sollte sich das hier anhören.

Critical Mass am 18. April 2014

critical-flyerServus alle miteinand!

Das letzte Mal war eine Mordsgaudi, aber es geht noch besser! Inzwischen ist der Frühling ganz angekommen, die Sonne ist aus dem Winterurlaub zurück und die meisten Drahtesel der Stadt dürften wieder ansatzweise geölt und aufgepumpt sein – ihr seht, die langsam gehen euch die Ausreden aus!

Deswegen laden wir euch alle herzlich ein zu unserem Frühlingserwachen der Critical Mass München – dem April Awakening!

Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Critical Mass ist eine kreative Form des Straßenprotests, bei der sich mehrere – sprich: so viele wie möglich! – Fahrradfahrer scheinbar zufällig treffen, um auf ihre Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen. Sie ist desorganisiert, antihierarchisch und hat keine Verantwortlichen. Alle können mitradeln!

Wir blockieren nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!
We’re not blocking traffic, we are traffic!

In diesem Sinne, schwingt euch auf die Sättel und wir fahren gemeinsam durch Münchens Straßen. Alle nicht-motorisierten Vehikel sind willkommen – ob Damenrad, Fixie, Rennrad oder Klapprad; ob Rikscha, Dreirad, Einrad oder Velomobil: Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Das gilt im Übrigen auch für den Rest eures Equipments: Ob Lichterketten, Blumenkränze oder Supermankostüm – es ist alles möglich.

Wie immer freuen wir uns auf zahlreiche Radler, seid kreativ wenn ihr wollt und packt ein, wer sich mitnehmen lässt.

In diesem Sinne: Let’s roll!

Ach ja, und wer will, kann auch bei dem Facebookevent zusagen und Freunde einladen.

Radln in der Fußgängerzone

In der Fußgängerzone darf man seit neuestem nachts mit dem Radl fahren. Zwischen 22 und 8 Uhr sind die Kaufinger- und Neuhauser Straße für den Radverkehr freigegeben. Wer morgens auf dem Weg zur Arbeit eh schon immer vom Stachus zum Marienplatz geradelt ist, kann das jetzt auch legal tun. Zumindest bis 2015, dann will der Stadtrat entscheiden, ob die Regelung Sinn hat.

Quelle: SZ

Radlunfälle im März 2014

Wie jeden Monat suche ich in den Pressemeldungen der Münchner Polizei alle Unfälle mit Beteiligung von Radlfahrern zusammen. Und es lässt sich ein eindeutiger Trend feststellen: Es werden wieder mehr als in den Wintermonaten… leider.

  • Am 4.3.2014 gab es einen Unfall im Kreisverkehr. Eine Autofahrerin hat nicht geschaut.
  • Am 6.3.2014 schlug ein von der Polizei fixierter Radfahrer (1.7  Promille) mit seinem Kopf auf das Dienstfahrzeug… Ohne die Hintergründe genau zu kennen, aber mal im ernst… das glaubt doch keiner.
  • Am 8.3.2014 hat eine Frau im Crysler im verkehrsberuhigten Bereich einen 5-jährigen Jungen vom Fahrrad geholt. „Der 5-Jährige, der zum Glück einen Fahrradhelm trug, wurde auf die Fahrbahn geschleudert und verletzte sich durch den Aufprall im Mundbereich. Er wurde ambulant in einer Klinik behandelt.“ (???)
  • Am 11.3.2014 hat in Untergiesing beim Rechtsabbiegen wieder mal jemand nicht geschaut.
  • Am 13.3.2014 wollte ein 10-jähriger mit dem Rad die Straße überqueren und ist seitlich in einen PKW gekracht. Aus der Meldung ist für mich nicht ersichtlich, was da genau passiert ist, aber die Schuld liegt (so liest man es zumindest) ganz klar bei dem Jungen.
  • Ebenfalls am 13.3.2014 wollte ein Fußgänger die Straße überqueren. Eine Radfahrerin hat ihn nicht gesehen, konnte nicht mehr ausweichen, stürzte und verlor das Bewusstsein. Der Fußgänger ging einfach weiter. Als die Frau aus ihrer Ohnmacht erwachte ist sie ins Krankenhaus gefahren.
  • Am 14.3.2014 fuhr ein Radfahrer über eine rote Ampel und wurde von einem PKW erfasst
  • Am 20.3.2014 hat ein LKW-Fahrer nicht aufgepasst und einen 85-jährigen Rentner schwerst verletzt
  • Am 26.3.2014 gab es wieder einen LKW der beim Rechtsabbiegen nicht geschaut hat.
  • Am 27.3.2014 ist eine 52-jährige über ein Skateboard gefallen. Nach einem Misslungenem Trick ist es auf den Radweg gerollt.
  • Am 29.3.2014 ist eine Radfahrerin über eine rote Ampel gerauscht und hat einen Bus zur Vollbremsung gezwungen. Dabei hat sich ein Fahrgast verletzt. Die Radfahrerin ist abgehauen. (Vermutlich hat sie sich noch über den Busfahrer gärgert, der sie beinahe umgefahren hätte, aber das ist reine Mutmaßung)

Und noch einen seltsamen Unfall zum Schluss

334. Fahrradfahrer wird schwer verletzt an Hausmauer aufgefunden – Laim – Zeugen dringend gesucht

Laut einem Zeugen fuhr ein 73-jähriger Münchner mit seinem Fahrrad am Dienstagnachmittag, 04.03.2014, gegen 17.45 Uhr, auf der Helmpertstraße im Stadtteil Laim, in Richtung Westen. Der Zeuge war mit seinem Pkw hinter dem Radfahrer gefahren und gab an, dass der 73-Jährige nach der dortigen Neuapostolischen Kirche nach links in die dortige Einfahrt gefahren sei, gewendet habe und anschließend auf dem Vorplatz der Kirche in östlicher Richtung zurückgefahren sei. Dabei fuhr er ungebremst gegen eine Mauer, die den Vorplatz der Kirche abgrenzt. Der 73-Jährige, der keinen Fahrradhelm trug, wurde bei dem Verkehrsunfall schwer verletzt und musste mit einem Rettungswagen in eine Münchner Klinik eingeliefert werden.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.

Veröffentlicht in: Unfall |