Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr

einbahnIch weiß gar nicht, warum ich das zur Zeit so gerne mache, aber ich hab mal wieder beim KVR angefragt. Dieses mal wollte ich wissen, wie das mit den Einbahnstraßen ist, die in München und in anderen Städten nach und nach für den Radverkehr geöffnet werden.

 

Sehr geehrter Herr Moritz,

die Rechtsgrundlage für die Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr ist § 41 Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Ergänzend wurden von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) herausgegeben. Hierin ist grundsätzlich festgehalten, dass in Einbahnstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h der Radverkehr in beiden Richtungen auf der Fahrbahn zugelassen werden kann, wenn Fahrgassen von mindestens 3 m Breite und ausreichende Ausweichmöglichkeiten für eine sichere Begegnung von Kraftfahrzeugverkehr und Radverkehr vorhanden sind. Demnach kann die Öffnung einer Einbahnstraße für den gegenläufigen Radverkehr im Einzelfall auch dann erfolgen, wenn eine Begegnungswahrscheinlichkeit aufgrund der Verkehrsstärken oder der Länge der Einbahnstraße nur sehr gering ist.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Schmidt

Vielen Dank, Frau Schmidt, für ihre Antwort. Damit habe ich wieder etwas dazu gelernt. Und wenn es auch nur ist, dass der gesunde Menschenverstand hin und wieder doch niedergeschrieben wird und in Verwaltungsrichtlinien Einzug findet.

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