Quo vadis, Radlweg?

Am 24.10.2013 habe ich (Zusammen mit Irene) eine Podiumsdiskussion bei den Pedalhelden in München besucht. Herr Wigand v. Sassen, der Projektleiter der Kampagne Radlhauptstadt München, hielt dort einen Vortrag über die Zukunft des Fahrradfahrens in München. Dabei ist mir heute ein interessantes Detail in meinen Notitzen aufgefallen, dem ich vorher wenig Beachtung geschenkt habe.

Herr v. Sassen erklärte uns, dass an vielen Stellen die Benutzungspflicht für Radwege aufgehoben wird bzw. wurde. Einige dieser (ehemaligen) Radwege waren nur durch eine farblich Markierung bzw. einem weißen Streifen vom Gehweg abgetrennt. Diese Farbmarkierungen werden nicht mehr erneuert nachdem die Benutzungspflicht wegfällt und der Radweg wird wieder Fußweg. Jetzt ist es aber so, dass wir Radfahrer durchaus auf Radwegen fahren dürfen solange dieser vom Gehweg abgetrennt ist. Ich frage mich jetzt was passiert, wenn die Farbe langsam verblasst. Ab wann darf man den Weg dann nicht mehr benutzten? Schließlich wird ein Bußgeld von 15-25€ fällig wenn man mit dem Fahrrad den Gehweg benutzt. Ich hoffe, dass die Polizei hier mit Bedacht vorgeht.

Ein Kommentar zu “Quo vadis, Radlweg?

  1. Nachtrag:
    So wie es aussieht, habe ich da etwas falsch verstanden.
    Antwort von…

    …der Polizei:
    „Zur angesprochenen Rechtslage möchte ich noch folgend anmerken: wenn ein Radweg mit verkehrsrechtlicher Anordnung aufgehoben wird, muss mit dieser Anordnung natürlich auch die Entfernung der Bodenmarkierungen angeordnet werden. Würde die Bodenmarkierung verbleiben und sich dadurch ein Unfall mit Radfahrer und Fußgänger ereignen, müsste die Straßenverkehrsbehörde mit verkehrs- und zivilrechtlichen Folgen rechnen. “

    …vom KVR:
    „Bei der Aufhebung der Benutzungspflicht eines Radweges wird von Seiten des Kreisverwaltungsreferates angeordnet, die vorhandenen Markierungen entweder zu entfernen oder im Sinne einer kontinuierlichen Radverkehrsführung beizubehalten (z.B. als Verbindungsstück zwischen zwei baulichen Radwegen).
    Ein Radweg wird bei Aufhebung der Benutzungspflicht also nicht (wie von Ihnen beschrieben) automatisch zum Fußweg und auf die Erneuerung der Farbmarkierung verzichtet. “

    Vielen Dank für die Aufklärung und verzeihung, für die falsche Unterstellung.

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