Es geht um unser Leben!

Im Oktober sind einige schwere Unfälle mit Radlfahrern geschehen, die von LKW-Fahrern nicht beachtet wurden. Bei einem davon ist eine 23-jährige im Bereich des Beckens von einem LKW überrollt worden. Aufgrund der Schwere des Unfalls hat die Polizei folgendes in einer Pressemitteilung angekündigt.

Aufgrund des schweren Radfahrunfalls am Montag, 21.10.2013, führt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und ‑aufklärung in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion 15 (Sendling) am Donnerstag, 24.10.2013, von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, im Gelände der Universität, Arcisstraße 21 bzw. in näherer Umgebung eine Verkehrsaufklärungsaktion durch. (Quelle)

Belehrungsflyer der Polizei

Belehrungsflyer der Polizei – Zum Vergrößern klicken

Dies hier, ist der Flyer, den die Polizei ausgeteilt hat. Die Tipps darauf haben es in sich

  • Meiden sie Bereiche unmittelbar vor und hinter sowie neben einem Bus oder Lkw: TOTER WINKEL. Der Fahrer so großer Fahrzeuge kann Sie eventuell nicht sehen!
  • Achten sie beim Überqueren von Kreuzungen nicht nur auf den Querverkehr; auch den rückwärtigen Verkehr beobachten („Schulterblick“)
  • Meist erleiden Radfahrer bei Verkehrsunfällen Kopfverletzungen. Schützen Sie sich deshalb mit einem gut passendem Fahrradhelm!
  • Mit heller, reflektierender Kleidung werden Sie bei schlechter Witterung, Dämmerung und Nacht besser gesehen.
  • Achten Sie auf funktionierende Beleuchtung!

Hier nochmal die Fakten zum Unfall:

  • Unfallzeitpunkt 21.10.2013, 13.40 Uhr. Mittagszeit bei bestem Wetter.
  • Die Studentin wurde im Bereich der Hüfte überrollt.
  • Der LKW-Fahrer hätte Vorfahrt gewähren müssen.

Diese Tipps sind ja schön und recht, aber wer die Anzahl socher Unfälle schlagartig halbieren will soll Assistenzsysteme in seine LKW’s einbauen. Die Technik dafür gibt es. Aber die Wirtschaft ist nicht bereit dafür Geld auszugeben und die Politik ist dazu bereit diese Unfälle billigend in Kauf zu nehmen. Wenn wenigstens jemand dafür gerade stehen würde. Aber nein – es sind ja Unfälle. Ich nenne das fahrlässige Tötung seitens der Spediteure,  unterlassene Hilfeleistung seitens der Politik und Strafvereitelung seitens der Polizei. Tut endlich was, es geht hier um unser Leben!

3 commentaires sur “Es geht um unser Leben!

  1. Pingback: Fahrradunfälle im Oktober 2013 |

  2. Der Flyer ist an Zynismus kaum zu überbieten („nicht sehen können“):

    * Die Kreuzung ist übersichtlich, ein KFZ-Führer hat ca. 30 Meter vorher freie Sicht auf den Radweg
    * Die Garmischer Straße führt vor der Kreuzung bergauf. Es ist also schwer vorstellbar, dass die Radlerin sonderlich schnell war.
    * Der LKW erfasste die Radlerin frontal.

    Aufgrund dieses Unfallablaufs zählt der „Tote Winkel“ hier als Ausrede nicht (sonst eigentlich auch nicht, wer einen LKW nicht beherrscht gehört nicht an dessen Steuer). Im konkreten Fall wirkt die Beschreibung der Unfalls in Verbindung mit dem Unfallort eher so, dass der LKW-Fahre ohne große Mühe die Radlerin (schon weit vor dem eigentlichen Abbiegevorgang) hätte sehen können. Vorausgesetzt, er hätte geschaut.

  3. Pingback: Was die Polizei für die Sicherheit der Radfahrer tut |

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