Critical Mass am Freitag

critical-flyerWie jedem dritten Freitag im Monat, gibt es übermorgen wieder ganz spontan eine Critical Mass in München. Treffpunk 20.00 Uhr am Fuße der Bavaria. Wenn dann alle ein wenig miteinander geplaudert haben und sich gegenseitig beschunppert und kennengelernt haben radeln wir los.

Wer zum erstenmal dabei ist, sollte sich das hier und das hier (was eher Sinngemäß gilt) durchlesen.

 

Deutschland, deine Autoindustrie…

Deutschland ist ein Autoland. Und wenn es nach der Bundesregierung geht (und nach der geht es zur Zeit) dann wird sich in naher Zukunft daran auch nichts ändern. Denn die deutsche Automobilindustrie beschäftigt hierzulande 712.500 Menschen (Stand 2011) und auf den Verkehrskonzept der Bundesregierung steht in großen, freundlichen Buchstaben „Don’t Panic„. So lange es eine von der Union geführte Regierung gibt, solange wird sich in der deutschen Automobilbranche nichts ändern. Strengere Abgasnormen sind halt auch nichts was sich mit dem Bedürfniss nach Audi Q, BMW X und Mercedes M vereinbaren lässt.

Trotzdem gibt es einen Aktionsplan. 1.000.000 Elektrorfahrzeuge sollen bis 2020 auf den Straßen unterwegs sein. Merkt ihr was? Es sollen nicht eine Millionen Fahrzeuge weniger auf der Straße sein. Es soll sich nur die Antriebstechnologie ändern und das finde ich von Grund auf  falsch! Denn ein ganz grundsätzliches Problem lösen auch Elektrofahrzeuge nicht.

Autos brauchen unglaublich viel Platz. Wenn man durch die Straßen geht, stehen zu jeder Tages- oder Nachtzeit links und rechts quasi überall Autos. Wien ist etwa so groß wie München. Würde man einen Parkplatz für alle Autos bauen, die dort stehen wäre dieser so groß wie 1.400 Fußballfelder. Bei einem Mietpreis in München von duchschnittlich 13.82€ pro Quadratmeter kommt da ganz schön was zusammen.

Kurzer Hinweis

Die Critical Mass ist in München übrigens immer am 3. Freitag des Monats (also am 18. Oktober) um 20.00 Uhr am Fuße der Bavaria. Nur falls es jemand noch nicht weiß. Und die Facebookseite mit weiteren Infos ist hier.

 

Nach tödlichem Unfall – Polizei belehrt die falschen

Eine interessante Meldung hab ich die letzten Tage in der Abendzeitung gelesen. Ein LKW-Fahrer hat beim rechs Abbiegen eine Radfahrerin übersehen und sie dann auch überfahren. Die Frau ist an ihren Verletzungen gestorben. So traurig solche Unfälle auch sind, sie passieren immer und immer wieder. Und was macht die Polizei? Sie teilt Infoblätter mit Tipps an Passanten aus. Wie viele LKWs sind in dieser Zeit vorbei gefahren? Wie viele davon hat die Polizei aufgehalten um ihre Infoblätter zu verteilen?

Tschuldigung, dumme Frage. Aber was mich wirklich interessiert: Warum um alles in der Welt wird so getan als wären Fußgänger und Radfahrer zu dumm eine Straße zu überqueren? Es sind ganz alleine die Fahrer von LKWs und PKWs die beim Abbiegen nicht aufpassen und regelmäßig andere Verkehrsteilnehmer dant nehmen. Himmelarschundzwirn.

 

Siehe auch: Kraftfahrer brauchen keine Ausrede

Montagsfrage – München, warum bist du nicht mutiger?

Was war das nur für eine Ausnahmesituation, als im August 2012 die Lindwurmstraße in beide Richtungen um eine Fahrspur für PKWs verkleinert und der gesamte Radverkehr auf eine eigene Spur auf der Straße verlegt wurde. Geschimpft haben die einen, über Staus, soweit das Auge reicht. Und andere wollten diesen Radweg gar nie wieder hergeben. Da war was los in der Stadt. Die CSU hätte damals vermitteln wollen. Beides ist möglich – Radweg und Straße. Mann müsse nur die Pappeln abholzen. Uiuiui… Schuld daran war eine Baustelle.

Weiterlesen

Fahrrad-Wegweiser

Foto der vorbildichen Fahrradwegweiser in München

CC-BY-SA-3.0 by Bjs

Man kann ja nicht immer nur meckern. Denn obwohl es in München überall noch Baustellen gibt, an denen man mit zum Teil ganz einfachen Mitteln viel für den Radverkehr machen kann, gibt es auch einiges wofür ich gerne Lob austeile. Die Beschilderung der Münchner Radwege ist meiner Meinung nach absolut vorbildlich. Quasi im gesamten Stadtgebiet und auch deutlich darüber hinaus  stehen diese Wegweiser, die die Radfahrer meist zwar nicht auf dem kürzesten, oft aber auf dem besten Weg zu fast allen wichtigen Punkten in München leitet. Die Wege gehen selten an den Hauptstraßen entlang sondern verlaufen meist durch Grünflächen und Wohngebiete. Dadurch spart man sich in der Regel einige Ampeln und so dauert es nicht länger als der kürzeste Weg auf den großen Straßen.

Liebe Stadt München, das habt ihr sehr sehr gut gemacht.

Links abbiegen mit dem Fahrrad

Links abbiegen mit dem Fahrrad ist ja so eine Sache. Als Autofahrer ist man da meist fein raus, denn sobald die Kreuzung groß genug ist, gibt es eine eigene Spur (manchmal auch zwei) für die Abbieger. Als Radfahrer muss ich warten. Oftmals zwei, gelegentlich sogar drei Amelschaltungen lang steh ich an der Kreuzung und warte auf grünes Licht. Das ist so,  seit ich das erste mal mit dem Fahrrad zur Schule gefahren bin. Und doch tut sich was. Ich entdecke in München immer mehr Pseudo-Linksabbiegerspuren für Radfahrer. Da sind dann Pfeile auf die Radwege gemalt, die mir suggestieren sollen es würde an die Radfahrer gedacht. Doch in Wirklichkeit hat sich an der Situation  nichts – aber auch überhaupt nichts – geändert. Nach wie vor haben Autofahrer ihre ein bis zwei Linksabbiegerspuren und nach wie vor warte ich zwei bis drei Ampelschaltungen bis ich endlich weiterfahren kann. Aber wenigsten weiß ich jetzt wo ich stehe (n soll). Irgendwo, wo ich dem motorisierten Verkehr nicht lästig werde. In München – ich weiß nicht wie es anderswo ist – ist es auf jeden Fall undenkbar, dass der Fahrradfahrer auch nur an einer einzigen Ampel bevorzugt behandelt wird…