Fundbüro versteigert Fahrräder.

Ein kleiner Veranstaltungshinweis für alle die noch kein Fahrrad haben oder ein weiteres wollen. Am 27. November 2013 versteigert das Münchner Fundbüro etwa 100 Fahrräder.

Wann?
27.11.2013

Wo?
Oetztaler Straße 19, Innenhof, 81373 München-Sendling.

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Es geht um unser Leben!

Im Oktober sind einige schwere Unfälle mit Radlfahrern geschehen, die von LKW-Fahrern nicht beachtet wurden. Bei einem davon ist eine 23-jährige im Bereich des Beckens von einem LKW überrollt worden. Aufgrund der Schwere des Unfalls hat die Polizei folgendes in einer Pressemitteilung angekündigt.

Aufgrund des schweren Radfahrunfalls am Montag, 21.10.2013, führt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und ‑aufklärung in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion 15 (Sendling) am Donnerstag, 24.10.2013, von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, im Gelände der Universität, Arcisstraße 21 bzw. in näherer Umgebung eine Verkehrsaufklärungsaktion durch. (Quelle)

Belehrungsflyer der Polizei

Belehrungsflyer der Polizei – Zum Vergrößern klicken

Dies hier, ist der Flyer, den die Polizei ausgeteilt hat. Die Tipps darauf haben es in sich

  • Meiden sie Bereiche unmittelbar vor und hinter sowie neben einem Bus oder Lkw: TOTER WINKEL. Der Fahrer so großer Fahrzeuge kann Sie eventuell nicht sehen!
  • Achten sie beim Überqueren von Kreuzungen nicht nur auf den Querverkehr; auch den rückwärtigen Verkehr beobachten („Schulterblick“)
  • Meist erleiden Radfahrer bei Verkehrsunfällen Kopfverletzungen. Schützen Sie sich deshalb mit einem gut passendem Fahrradhelm!
  • Mit heller, reflektierender Kleidung werden Sie bei schlechter Witterung, Dämmerung und Nacht besser gesehen.
  • Achten Sie auf funktionierende Beleuchtung!

Hier nochmal die Fakten zum Unfall:

  • Unfallzeitpunkt 21.10.2013, 13.40 Uhr. Mittagszeit bei bestem Wetter.
  • Die Studentin wurde im Bereich der Hüfte überrollt.
  • Der LKW-Fahrer hätte Vorfahrt gewähren müssen.

Diese Tipps sind ja schön und recht, aber wer die Anzahl socher Unfälle schlagartig halbieren will soll Assistenzsysteme in seine LKW’s einbauen. Die Technik dafür gibt es. Aber die Wirtschaft ist nicht bereit dafür Geld auszugeben und die Politik ist dazu bereit diese Unfälle billigend in Kauf zu nehmen. Wenn wenigstens jemand dafür gerade stehen würde. Aber nein – es sind ja Unfälle. Ich nenne das fahrlässige Tötung seitens der Spediteure,  unterlassene Hilfeleistung seitens der Politik und Strafvereitelung seitens der Polizei. Tut endlich was, es geht hier um unser Leben!

Wie gut ist das Münchner Radlnetz?

Egal was man im öffentlichen Raum macht, es ist unmöglich alle gleichermaßen zufrieden zu stellen. Auf die Frage nach der Qualität des Münchner Radlnetzes wird der Fahrradkurrier eine andere Auffassung haben als die Eltern von Grundschulkindern, Rentner eine andere als Studenten, die Grünen eine andere als die CSU.

Ich möchte von euch wissen, wie gut ihr das Radlnetz der Landes- und Radlhauptstatd findet. Subjektive Einschätzungen sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Wie gut kann man deiner Meinung nach in München Fahrrad fahren?

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Straßenbau hilft nicht gegen Stau

Ich hab einen sehr interessanten Artikel über die Langfristige Auswirkung des Straßenausbaus und der förderung des ÖPNV auf das Stauaufkommen. Dieser bestätigt eine Meinung die ich schon sehr lange vertrete aber nie richtig belegen konnte. Der Verkehr wird nicht entlastet wenn die Kapazitäten der Straßen ausgebaut werden.

Die Argumentation geht davon aus, dass der Verkehr ebenso wie andere Güter auch, ein Marktgleichgewicht anstrebt.

Ein Ausbau der Straßenkapazität und damit eine Ausweitung des Angebots senkt den Preis und induziert somit eine zusätzliche Nachfrage. Nachfrageüberhänge (= Stau) lassen die Kosten steigen. Bei einem hohen Stauaufkommen tendieren die Betroffenen dazu, unwichtige Fahrten zeitlich zu verschieben, andere Ziele anzufahren, andere Verkehrsmodi zu nutzen und nicht notwendige Fahrten zu unterlassen. Ein häufiges Auftreten von Staus lässt logischerweise die Forderung aufkommen, die Kapazität der Straße durch einen Ausbau zu erhöhen.

Wird die Maximalkapazität einer Straße erhöht, fängt der Stau etwas später an und endet etwas früher. Zur Spitzenzeit kommt der Verkehr dennoch zum erliegen. Gleichzeitig steigt die Gesamtzahl der Fahrzeuge auf der entsprechenden Straße. Eigentlich logisch. Ebenso wenig überrascht es, dass der ÖPNV entlang der stark genutzten Strecken eine besonders positive Wirkung auf das Verkehrsaufkommen hat.

Wenn es auf bestimmten Strecken Probleme mit dem hohen Verkehrsaufkommen gibt, dann ist die Lösung für mich ganz klar. Schafft alternativen zum Auto. Neue Straßen zu bauen bringt nichts sondern verlagert das Problem bestenfalls auf andere Gegenden (höheres Aufkommen auf Zubringerstraßen, gleiche Kapazität an den Zielorten). Die Alternativen zeigen aber erst dann ihre Wirkung wenn sich die Situation für den klassischen Weg (mit dem Auto) verschärft.  Möchte man den Anteil der Autos im Straßenverkehr vermindern kann man also entweder Straßen rückbauen oder umfunktionieren oder aber man reduziert die Anzahl der Parkplätze. Denn auch eine lange Parkplatzsuche verlängert die Fahrt, oder wie es Marin Randelhoff sagen würde – senkt das Angebot und erhöht somit den Preis für eine Fahrt mit dem Auto. Das Ergebniss ist eine Entlastung der Straßen (und damit mehr Platz für Bus und Fahrrad). Freie Fahrt für freie Bürger ist schon lange Zeit nur noch eine Illusion.

Wer jetzt sagt, dass der Verkehr in München doch gar nicht so schlimm ist, der soll doch mal zu den Spitzenzeiten am Ring einmal in Kreis fahren. Oder vom Süden nach Norden, gerne auch andersrum,  entlang der Isar. Oder über die Kreilerstraße von Osten kommend in die Stadt fahren. Wie es im Westen aussieht, weiß ich nicht.

 

47 Fahrradstraßen in München – Ihr wollt mich wohl verarschen?

Übersicht aller Fahrradstraßen in München

Übersicht aller Fahrradstraßen in München.

Unsere Radlhauptstadt München ist ganz stolz darauf 47 Straßen als Fahrradstraßen ausgezeichnet zu haben. Wenn man sich die Liste aber genau anschaut, dann wird eines schnell klar. Das ist eine Mogelpackung. Auf den ersten Blick sieht das ja gar nicht schlecht aus, auch wenn es für meinen Geschmack zu viele im Münchner Westen und zu wenige im Zentrum sind. Gerade Rund um die LMU oder im Glockenbachviertel sind richtig viele Radfahrer und auch Autos unterwegs. Dort könnte man mit Fahrradstraßen wirklich etwas für die Radler tun. Naja…

750m Fahrradstraße, bestehend aus 5 Teilstücken

Karl-Lipp-Straße, die Gaggenaystraße, die Gleismüllerstraße, die Wetzenbachstraße und die Templestraße. Zusammen 750 Meter.

Interessant ist aber vor allem etwas anderes. Viele der Fahrradstraßen sind nur wenige hundert Meter lang (wenn überhaupt!) und und bilden erst zusammen etwas, das den Namen Fahrradstraße verdient. Da sind zum Beispiel östlich vom Mosacher Bahnhof die Karl-Lipp-Straße, die Gaggenaystraße, die Gleismüllerstraße, die Wetzenbachstraße und die Templestraße. Ein aus fünf Straßen zusammenhängendes Stück – Insgesamt 750 Meter lang und in einer Lage wo sich Radfahrer und Autofahrer quasi nicht in die Quere kommen können.

Das nicht in die Quere kommen beschreibt die Situation allgemein ganz gut. Restlos alle Fahrradstraßen verlaufen entlang relativ verkehrsarmer Strecken und nur die Wenigsten liegen auf den für Radlpenlder wichtigen Wegen. Wenn ich alle die Fahrradstraßen zussammenzähle, die wirklich sinnvoll sind (ganz subjektiv) und dabei zusammenhängende Stücke als jeweils eine Straße zähle, dann komme ich auf neun Fahrradstraßen. Als unnsinnig habe ich dabei alle Sackgassen betrachtet, sowie alle Straßen die in sehr verkehrsarmen Gebieten liegen oder nur kurze Stücke sind.

sackgasse-1

Unsinnige Sackgasse

Ich möchte nicht undankbar sein, aber in der Praxis verbessert das die Situation der Radfahrer in München kaum. Richtiges Lob gibt es meiner Meinung nach nur für die Clemensstraße, die Behringstraße (parallel zur Würm) und die Preysingstraße mit der Verlängerung in die Wolfgangstraße. Alle anderen hätte man sich sparen können. Was man dabei aber nicht vergessen sollte: Es ist ein Anfang. Und ich hoffe, dass die Stadt München das Fahrradnetz weiter ausbaut und dabei auch die ein oder andere wirklich wichtige Verbindung zur Fahrradstraße macht. Momentan sind sie halt an Stellen die auf dem täglichen Weg in die Arbeit, in die Uni oder in die Schule einen Umweg bedeuten würden, wollte man sie benutzen. Oder wie seht ihr das? Seid ihr regelmäßig auf einer der 9 (naja gut, 47) Münchner Fahrradstraßen unterwegs?