Jahresarchiv 2013

Weihnachtscriticalmass im Dezember

20131216-wcmAm 20. Dezember ist es soweit. Die letzte Critical Mass für dieses Jahr steht vor der Türe. Um 20.00 Uhr ist Treffpunkt am Fuße der Bavaria. Wer will kann da dann Weihnachtslieder singen, Glühwein und Plätzchen verteilen oder ein Gedicht vortragen. Wenn dann alle da sind machen wir einen Ausflug mit dem Fahrrad.

Vermutlich wird es recht kalt. Daher sind dicke Socken, lange Unterhosen und warme Handschuhe keine schlechte Idee. Die Dame links im Bild trägt übrigens nur Sandalen. Hoffentlich holt sie sich keinen Schnupfen.

Ach ja, und wer (verbindlich) zusagen will, kann das wie immer auf Facebook tun. Wer keine Zeit hat, sollte zumindest alle seine Freunde darauf aufmerksam machen.

 

Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr

einbahnIch weiß gar nicht, warum ich das zur Zeit so gerne mache, aber ich hab mal wieder beim KVR angefragt. Dieses mal wollte ich wissen, wie das mit den Einbahnstraßen ist, die in München und in anderen Städten nach und nach für den Radverkehr geöffnet werden.

 

Sehr geehrter Herr Moritz,

die Rechtsgrundlage für die Öffnung von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr ist § 41 Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Ergänzend wurden von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) herausgegeben. Hierin ist grundsätzlich festgehalten, dass in Einbahnstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h der Radverkehr in beiden Richtungen auf der Fahrbahn zugelassen werden kann, wenn Fahrgassen von mindestens 3 m Breite und ausreichende Ausweichmöglichkeiten für eine sichere Begegnung von Kraftfahrzeugverkehr und Radverkehr vorhanden sind. Demnach kann die Öffnung einer Einbahnstraße für den gegenläufigen Radverkehr im Einzelfall auch dann erfolgen, wenn eine Begegnungswahrscheinlichkeit aufgrund der Verkehrsstärken oder der Länge der Einbahnstraße nur sehr gering ist.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Schmidt

Vielen Dank, Frau Schmidt, für ihre Antwort. Damit habe ich wieder etwas dazu gelernt. Und wenn es auch nur ist, dass der gesunde Menschenverstand hin und wieder doch niedergeschrieben wird und in Verwaltungsrichtlinien Einzug findet.

Road Bike Party 2 – Martyn Ashton

Der zweite Teil von der berühmten Road Bike Party. Nachdem Martyn Ashton vor einigen Wochen einen sehr schweren Unfall hatte, haben Freunde und Kollegen ausgeholfen um das Video fertig zu machen. Das Ergebniss kann sich sehen lassen.

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Neulich, vor der Bäckerei

 

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Der Blick nach links…

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… und nach rechts.

Neulich, ich wollte mir einen Kaffee holen – vieleicht auch eine Quarktasche. So genau kann ich das nicht mehr sagen. Was ich allerdings noch recht gut weiß, nicht zuletzt weil ich es fotodokumentarisch festhalten konnte, war das Bild, welches sich mir auf dem Gehweg vor der Bäckerei bot. Natürlich ärgerte ich mich darüber -schließlich bin in ein bekennender Pedant – und dachte mir, da müss man doch etwas dagegen tun. Mein nächster Gedanke war, nein, nicht man müsste etwas dagegen tun, sondern die Polizei. Jetzt standen die beiden Falschparker, vieleicht sogar drei(?), aber ich meine die Transporter, nicht lange auf dem Gehsteig. Links, der hat die andere Bäckerei beliefert, rechts… Naja, die Leute waren im Laden und haben gefrühstückt. Klar ist, wenn die Polizei gegen solche Kurzzeitparkvertöße etwas machen soll, dann müsste sie die Geh- und Radwege rund um Uhr überwachen und das kann niemand wollen. Aber weil in meinem Viertel zur Zeit immer mehr Autofahrer vogelwild und völlig Hirnlos parken, hab ich bei der zuständigen Polizeidienststelle angefragt wie viele Mitarbeiter denn für die Überwachung des ruhenden Verkehrs, also Politessen und Politeure, im Dienstbereich zuständig sind. Ich wollt halt einfach wissen, wie es im 19. Stadtbezirk so aussieht… Ich habe von der Polizei auch eine Antwort bekommen, und vorweg, ja… Ihr habt mein Anliegen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantworten können. Vielen Dank für die Mühe, die ihr euch bei der Kommunikation mit dem Bürger macht. Das ist sehr Vorbildlich – Nicht!

Bitte verstehen Sie, dass wir weder zu rein organisatorischen noch zu strategischen Fragen hinsichtlich Einsatzstärken Auskunft erteilen.
Sollten Sie ein konkretes Anliegen im Zusammenhang mit dem ruhenden Verkehr haben, bitten wir Sie dies mitzuteilen um entsprechend reagieren zu können.
Wir hoffen Ihre Anfrage hiermit zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleiben

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Janette Sadik-Khan: New York’s streets? Not so mean any more

Fahrradunfälle im November 2013

  • Gleich am 1.11.2013 hat es eine 67-jährige in Schwabing erwischt. Ein Hund ist ihr ins Fahrrad gelaufen.
  • Am 4.11.2013 ist ein Radlfahrer in Haar umgefallen. Einfach so (?).
  • Am 6.11.2013 wollte ein 20-jähriger Radlfahrer von der Polizei fliehen. Diese nahm die Verfolgung auf und hat ihn kurzerhand mit dem Einsatzfahrzeug umgefahren. Im Polizeibericht liest sich das freilich etwas freundlicher: „Der Radfahrer bog ca. 100 Meter nach der Kreuzung zur Heinrich-Wieland-Straße nach rechts in die Einfahrt zu einem Fuß- und Radweg in den Ostpark ein und fuhr anschließend gegen das Polizeifahrzeug das ihrerseits überholt hatte.“
  • Am 11.11.2013 wurde wieder ein Radfahrer ohne erkennbaren Grund umgefahren. Der Autofahrer hatte den Radfahrer zu spät gesehen, weil vor ihm ein Kleintransporter ordnungsgemäß unterwegs war…
  • Am 26.11.2013 hat eine Autofahrerin beim Aussteigen nicht geschaut und einen Rentner vom Radl geholt.

Wie immer sind hier nur die Unfälle aufgelistet, über welche die Pressestelle der Münchner Polizei schreibt. Die Liste ist daher keineswegs vollständig.

Was die Polizei für die Sicherheit der Radfahrer tut

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Foto: Dieter Weinelt (CC BY-ND 2.0)

Ich hab mich ja hier im Blog unglaublich darüber aufgeregt, dass die Polizei nach Unfällen Flyer an Radfahrer verteilt. Auf Anregung in den Kommentaren hab ich bei der Polizei angefragt, ob es solche Aktionen auch für PKW- und LKW-Fahrer gibt und nachdem ich die Hoffnung schon fast aufgegeben habe, bekam ich nach fast einem Monat doch noch eine Antwort.

 

Sehr geehrter Herr Moritz,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unsere Erfahrung zeigt, dass es Verkehrsteilnehmer gibt, die sich nicht in ausreichendem Maße an Verkehrsregeln halten bzw. diese sogar nach eigenem Gusto interpretieren, was wir keinesfalls dulden und wogegen wir konsequent vorgehen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Verkehrsteilnehmer bildet diese Gruppe jedoch lediglich einen geringen Anteil, d.h. ein Großteil verhält sich regelkonform.

Unsere Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen im Straßenverkehr richten sich grundsätzlich an alle Verkehrsteilnahmearten, also Kfz-Führer, Radfahrer und Fußgänger. Dabei zielen wir auf ein rücksichtsvolles und entspanntes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer untereinander ab, was auch einmal den aktiven Verzicht auf ein Vorrecht voraussetzt.

Erkenntnisse über eine gezielte Aufklärungsaktion im Zusammenhang mit dem von Ihnen erwähnten Verkehrsunfall liegen auf Seiten des Polizeipräsidiums nicht vor. Häufig betreibt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und -aufklärung an der Örtlichkeit von Unfällen mit Schwerverletzten oder tödlichem Ausgang zeitnah einen Infostand. Im Falle eines solchen Infostandes am Ort eines Unfalles mit der Ursache „Toter Winkel“ wird – gänzlich unabhängig von der Schuldfrage – auf die Gefahren des „Toten Winkels“ hingewiesen. Zielrichtung ist hier vorwiegend der Schutz von Radfahrern und Fußgängern als „Ungeschützte Verkehrsteilnehmer“. So sollen diese dafür sensibilisiert werden, dass oftmals gerade auch regelkonformes eigenes Verhalten keinen Schutz vor den Gefahren des „Toten Winkels“ und Fehlverhalten von Kfz-Führern bietet. Eine gezielte Anhaltung von Kfz-Führern an einer solchen Unfallstelle ist verkehrstechnisch oft nicht praktikabel und rechtlich nur sehr eingeschränkt umsetzbar.

Im Rahmen unserer Kampagne „Gscheid radln – aufeinander achten!“ von März bis September 2013 stellte die Vermeidung von Fehlverhalten der Kfz-Führer beim Abbiegen einen Schwerpunkt dar. Zur Erlangung ergänzender Informationen dürfen wir Sie auf unser Internetangebot unter www.polizei.bayern.de/muenchen/ hinweisen. Dort können Sie neben den Inhalten der Kampagne „Gscheid radln – aufeinander achten!“ auch das Lagebild „Ungeschützte Verkehrsteilnehmer Radfahrer – Fußgänger“ und unsere jährlichen Verkehrsberichte einsehen.

Wir hoffen, Ihnen mit unserer Antwort weitergeholfen zu haben und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Markus Koch
Polizeihauptkommissar

 

Außerdem wurden mir noch die Links zu zwei Flyern geschickt. Einer, mit dem andere Verkehrsteilnehmer auf dei Gefahren des Toten Winkels aufmerksam gemacht werden. Und ein zweiter, der momentan in größerer Stückzahl gedruckt und vor allem an Lieferunternehmen verteilt wird.

Es ist also nicht so, dass den Opfern (und potentiellen Opfern) solcher Unfälle durch solche „Belehrungsaktionen“ eine Mitschuld nach dem Motto „Selber Schuld, du weißt doch wie gefährlich es neben solchen Fahrzeugen ist“ aufgedrängt wird. Vielmehr wirbt die Polizei auf beiden Seiten für Vorsicht und Rücksichtnahme. Deshalb möchte ich mich hier auch für meine früheren, harschen Worte entschuldigen.

Und ein Tipp für die Zukunft: Solche Aktionen sollten anders kommuniziert werden. Denn eine Pressemeldung wie diese hier:

Aufgrund des schweren Radfahrunfalls am Montag, 21.10.2013, führt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung und ‑aufklärung in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion 15 (Sendling) am Donnerstag, 24.10.2013, von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr, im Gelände der Universität, Arcisstraße 21 bzw. in näherer Umgebung eine Verkehrsaufklärungsaktion durch. (Quelle)

Kann man schnell in den falschen Hals bekommen.

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