Critical Mass am 17. Juli

critical-flyerServus miteinander!

Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind Teil des Verkehrs!

Die Critical Mass geht in die nächste Runde, also schwingt euch in die Sättel und wir fahren wieder gemeinsam durch Münchens Straßen. Wie immer freuen wir uns auf zahlreiche Radler, seid kreativ wenn ihr wollt. Beleuchtet euch und eure Räder, macht Musik oder nehmt welche mit oder verkleidet euch.

Für diejenigen, die es noch nicht wissen.
Critical Mass ist eine kreative Form des Straßenprotests, bei der sich mehrere Fahrradfahrer scheinbar zufällig treffen, um auf ihre Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen. Sie ist desorganisiert, antihierarchisch und hat keine Verantwortlichen. Alle können mitradeln!

In diesem Sinne… let’s roll!

Quelle und Link

Gemeinsam radeln wir für eine sichere, faire und grüne Verkehrsführung in der Rosenheimer Straße.

Am Montag, den 06. Juli 2015, 18:30 Uhr. Startpunkt ist in der Friedenstraße. Von dort fahren wir über die Rosenheimer Straße bis zum Marienplatz.

Mit der Demo unterstreichen wir unsere Forderungen für eine gerechtere Aufteilung von Rad-, Fuß- und Kfz-Verkehr auf der Rosenheimer Straße.

Seit Jahrzehnten wird im Stadtrat und in Haidhausen über den Bau eines Radwegs in der Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße diskutiert. Die stark befahrene Straße ist für Radler extrem gefährlich, zwei Tote gab es hier schon – doch bisher fand sich im Stadtrat keine Mehrheit für eine sichere Lösung.

Das Planungsreferat hatte Anfang 2013 eine Variante vorgeschlagen, wonach zwischen den beiden Kreuzungen jeweils ein Fahrstreifen in jeder Richtung zugunsten eines Radweges wegfallen würde. Obwohl auch von Kreisverwaltungsreferat und Baureferat favorisiert, war dieser Vorschlag bisher jedoch nicht mehrheitsfähig.

Wir fordern, dass diese Variante umgesetzt wird. Denn sie bedeutet eine sichere Verkehrsführung für Rad- und Fußverkehr, Erhalt der Stellplätze und des Baumbestandes sowie Lärmschutz und bessere Luft.

11148715_10153304552528046_3724834515795929550_n
Die Demo wird von einem Bündnis organisiert, dem folgende Organisationen angehören: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) München, die urbanauten, Bund Naturschutz (BN) München, FUSS e.V., Green City, Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) München.

https://www.facebook.com/events/1069021916460174/

 

Green City und das Radlshuttle

Ich bin ja gespannt, ob das Radlshuttle ein Selbstläufer wird. Ich selbst bin auch schon das ein oder andere mal mitgefahren und hatte nicht den Eindruck, dass es in Zukunft künstlich am Leben gehalten werden muss. Die meisten, die mitfahren biegen irgendwann nach links oder rechts ab und fahren in die Arbeit. So wie es gedacht war. Tolle Aktion von Green City!

Lastenräder in München

Man sieht sie immer öfter. Diese zwei- bis dreirädigen, fahrradähnlichen Dinger, mit einer Kiste vorne oder hinten. Oft sitzen darin drei Kinder nebst einer Kiste Limo und der Ausrüstung für den Badeausflug einer Großfamilie. Wer schon mal ein Lastenrad genutzt hat, weiß wie unglaublich praktisch diese Dinger sind und dass sie mit ein bisschen Übung genauso leicht zu Fahren sind wie herkömmliche Fahrräder. Bisher war die Einstiegshürde in die Welt der Lastenräder relativ groß. Kaum jemand besaß eines, dass man ausprobieren konnte – meist nicht mal der Fahrradverleih. Der Anschaffungspreis von 2.000€ und mehr verbietet einen Kauf, wenn man von dem Nutzen nicht überzeugt ist. Und genau da passiert in München zur Zeit unglaubliches.

Angefangen hat das im März 2014. Damals gab es in München schon geschätzte 2000 Lastenräder in Privatbesitz. Der ADFC ist mit seinen Projekt „Daniel, Dein Lastenrad für München“ die Idee eines kostenlosen Lastenradverleihs (Vorbild war der Kasimir aus Köln) an die Öffentlichkeit gegangen. Drei Monate später wurde die Idee umgesetzt und jeder Münchner konnte sich seit dem ganz einfach, unbürokratisch und vor allem kostenlos ein Lastenrad tageweise ausleihen. Zusammen mit Radlbauer und einigen privaten Spendern konnte es finanziert werden. Die Organisation des Verleihs wird ehrenamtlich von einer Station zur nächsten weitergereicht.

Ebenfalls im März 2014 hat das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München ein Förderprogramm für Lastenräder gestartet, dass sich an Gewerbetreibende richtet. Man konnte sich dazu für ein Jahr lang ein Lastenrad ausleihen oder einen Investitionszuschuss zum Kauf beantragen. Etwa ein Dutzend Lastenräder wurden damals angeschafft. Unter anderem an einen Maurer, der damit sein Material zur Baustelle bringt. Aktuell wird das Projekt evaluiert. Die Räder werden mit GPS Empfängern und pipapo ausgestattet um das Nutzungsverhalten zu untersuchen. Bei den Teilnehmern hört man schon jetzt fast nur positive Reaktionen.

Einige der von der Stadt angeschafften Lastenräder sind wohl nicht bei den Gewerbetreibenden gelandet. Deshalb vermietet das Referat für Arbeit und Wirtschaft momentan zwei Lastenräder für vier Wochen zu 30€ ohne Hilfsmotor bzw. 40€ als Padelec.

Der Erfolg des freien Lastenrads „Daniel“ veranlasste Thomas Schmidt vom ADFC und Raphael Draeger von Rehab Rebublic dazu, zu expandieren. Aktuell läuft auf Startnext eine Crowdfunding-Aktion mit der sie bis zu zehn unterschiedliche Lastenräder anschaffen wollen um sie überall in der Stadt verfügbar zu machen. Der Plan: Maximal 3km zum nächsten Lastenrad.

Außerdem tauchen zur Zeit überall in der Stadt Flyer von „VeloCity – Dein Lastenvelo“ auf. Ein Junges Team, die zehn oder mehr Lastenfahrräder an verschiedenen Plätzen in der Stadt anbieten wollen. Ebenfalls zu günstigen Preisen. Zum Schluss seien noch die Pedalhelden erwähnt, die nicht nur Lastenräder, sondern auch diverse Tandems, Rikschas und einige Skurilitäten verleihen.

Critical Mass am 19. Juni

critical-flyerServus miteinander!

Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind Teil des Verkehrs!

Die Critical Mass geht in die nächste Runde, also schwingt euch in die Sättel und wir fahren wieder gemeinsam durch Münchens Straßen. Wie immer freuen wir uns auf zahlreiche Radler, seid kreativ wenn ihr wollt. Beleuchtet euch und eure Räder, macht Musik oder nehmt welche mit oder verkleidet euch.

Für diejenigen, die es noch nicht wissen.
Critical Mass ist eine kreative Form des Straßenprotests, bei der sich mehrere Fahrradfahrer scheinbar zufällig treffen, um auf ihre Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen. Sie ist desorganisiert, antihierarchisch und hat keine Verantwortlichen. Alle können mitradeln!

In diesem Sinne… let’s roll!

 

Critical Mass – Family Ride am 31. Mai

Radgezwitscher

Ist München Radlhauptstadt?

Ihr kennt doch die Imagekampagne Radlhauptstadt der Stadt München. Das Projekt gibt es seit nunmehr 5 Jahren und wurde von Anfang an kritisiert. 2010 hat man die Kampagne ins Leben gerufen. Zusätzlich hat man die Radverkehrspauschale von 1,5 Mio. Euro auf 4,5 Mio Euro verdreifacht. Aus diesem Topf werden (so war es zumindest im Antrag der Grünen vorgesehen) Radwegebau und Öffentlichkeitsarbeit finanziert. Zum Vergleich, alleine die Nachrüstung des Trappentreutunnels kostet 25,6 Mio. Euro. 2015 investiert die Stadt München 118 Mio. Euro in die Mobilität ihrer Bürger. Bei diesen Zahlen wird schnell klar, die Radlhauptstadt München wird keine Infrastruktur schaffen, die ihrem Namen gerecht wird.

Das Ziel der Kampange kann man auf der Seite des BMVI zum nationalen Radverkehrsplan nachlesen. Zusammengefasst:

  1. Beitrag zur Steigerung des Radverkehrsanteils („Mehr Radverkehr“ = Quantität)
  2. Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Radverkehr („Mehr Fahrradkultur“ = Qualität)

Zur Steigerung des Radverkehrsanteils kann diese Kampagne einen Beitrag leisten. Es ist eine positiv formulierte Botschaft und motiviert Menschen zum Radlfahren. Welchen Einfluss die Kampagne tatsächlich hat, lässt sich natürlich schwer messen, aber immerhin steigt Radverkehrsanteil in München kontinuierlich an.

Diese positive Botschaft hat aber auch ihre Kehrseite. Es wird das Bild vermittelt, dass in München was für den Radverkehr getan wird und sogar eingefleischte RadlaktivistInnen haben mir schon gesagt, dass man in München eigentlich ganz vernünftig Radlfahren kann. In Wirklichkeit hinkt die Infrastruktur aber gewaltig hinterher. Radverkehr zu fördern funktioniert überall da, wo keine Nutzungskonflikte vorhanden sind. Einen guten Radweg hat man z.B. an der Nymphenburger Schlossmauer gebaut. Nur bracht diesen Radweg kaum jemand. An wichtigen Hauptverbindungsrouten fand eine wirklich gute Fahrradinfrastruktur noch nie eine Mehrheit. Beispiele: Lindwurmstraße, Rosenheimer Straße, Schleißheimer Straße, Dachauer Straße, Sonnenstraße, Landsberger Straße, Boschetsrieder Straße (ich könnte ewig so weitermachen). Selbst in der Kapuzinerstraße ist der aufgemalte Radweg an der unteren Grenze der legalen Möglichkeiten. Einen schlechteren Radweg dürfte man gar nicht mehr als benutzungspflichtig ausweisen. Dennoch wird gerade die Kapuzinerstraße als großer Erfolg gefeiert und von den RadlfahrInnen als guter Radweg empfunden.

München ist keine Radlhauptstadt. Münchens Fahrradinfrastruktur ist ein Haufen Scheiße. Wigand von Sassen, der Projektleiter der Imagekampagne, hat die undankbare Aufgabe daraus pures Gold zu machen. Er macht das ausgezeichnet und ich bin ihm dankbar dafür. Es gibt nämlich durchaus auch andere Kampagnen die nichts für die Sicherheit der RadfahrerInnen tun und dabei auch noch das Bild vermitteln, dass Radlfahren gefährlich sein. Dobrints BMVI macht das und wird berechtigterweise dafür kritisiert.

Radschnellwege für München und das Umland

Glaubt man der Sueddeutschen Zeitung, dann könnte München bald ein Radschnellnetz bekommen. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München hat ein Konzept erarbeitet, das die flotten Radverbindungen von allen Seiten bis in die Stadt führen könnte. Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Sauerlach, Kirchheim, Ismaning, Garching und Unterschleißheim könnten bald mit (hoffentlich) kreuzungsfreien Radwegen an die Stadt angeschlossen werden. Sogar die CSU und Freien Wähler haben sich dafür ausgesprochen, wenn auch mit einiger Skepsis. „Müssen wir wirklich so große Anstrengungen unternehmen, damit die Kampf-Radler statt 25 nun 32 Stundenkilometer schnell fahren können?“, fragt der FW Kreisrat Sedlmair. JA!, denn wenns so klappt (32km/h sind sportlich) fährt man damit etwa 30% schneller und deutlich sicherer. Kreuzungen sind schließlich nicht nur zeitraubend sondern auch die gefährlichsten Stellen für Radlfahrer.

Helmut Horst von der CSU regt auch gleich an, die acht Verbindungen auf zwei zu kürzen. Schließlich gibt sehr viele Hürden, die man überwinden müsse. Ich vermute Horst meint damit die Parkplätze und Fahrspuren die wegfallen könnten wenn man den Radverkehr fördern würde. Das ist immerhin eine Urangst der CSU. Allgemein ist Radverkehrsförderung nichts womit sie die CSU schmücken kann und wenn sie es doch einmal versucht, ist es immer ein Grund skeptisch zu sein.

Vielleicht wäre es auch wichtig nochmal zu betonen, dass der Vorstoß nicht vom Münchner Stadtrat kommt, sondern vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. Warum ich das so betone? Nunja, der Stadtrat hält nicht viel davon, wenn von außen Pläne für Radschnellwege herangetragen werden. Der ADFC hat das schon mal versucht. Im Februar 2014 wurde dem Stadtrat ein sehr detailiertes Konzept übergeben. Die Grünen haben damals den Antrag gestellt, das Konzept umzusetzen. Vom Orginalantrag ist nach der Sitzung nicht mehr viel übrig geblieben. Um genau zu sein: Gerade ein Satz lässt erahnen, dass da mal über Radverkehrsförderung gesprochen wurde. Die kreuzungsfreie Querung des Frankfurter Rings und der Heidemannstraße soll geprüft werden.

Es fahren also noch viele Radlfahrer die Lindwurmstraße runter bis sich in München etwas tun wir und bevor Radlfahrer an wichtigen Knotenpunkten Vorrang und Vorfahrt haben, wird das Erdöl zur neige gehen (Und die deutschen vom Elektroauto Abstand nehmen). In anderen Städten ist man da weiter.